Evergreen-Spielsachen

Mit diesem Spielzeug haben Eltern jahrelang Ruhe ...

Nie wieder Langeweile! Na ja, nicht ganz. Aber mit diesen Spielsachen sind Kinder tatsächlich über Jahre hinweg beschäftigt – immer und immer wieder.

Von einer Holzeisenbahn haben nicht nur Kinder sehr lange etwas ...
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Von einer Holzeisenbahn haben nicht nur Kinder sehr lange etwas ...

Wir können da aus eigener Erfahrung sprechen: Es gibt dieses Spielzeug, meist auch noch irre teuer, das nach den ersten fünf Minuten in irgendeiner staubigen Ecke landet und dort dann erst mal ruht – bis Mama oder Papa es irgendwann aussortieren. Und es gibt dieses Spielzeug, das Kinder durch die ersten Jahre begleitet. Das sie immer und immer wieder hervorholen und mit dem sie stundenlang begeistert spielen. Wir verraten euch, welche Spielzeuge das für die Kids unserer Redakteurinnen waren bzw. sind ... 

Playmobil-Liebe: Ta-tü-ta-ta!!!

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Redakteurin Astrid über die große Playmo-Liebe ihrer drei Jungs: "Es fing an mit Playmobil 123, also die vereinfachte Version für Kleinkinder ab einem Jahr. Meine Jungs hatten es aber sehr bald schon auf das Playmobil für die Größeren abgesehen. Das Highlight kam dann mit der Geburt meiner Zwillinge. Der große Bruder hat symbolisch ein Ankunftsgeschenk von seinen beiden kleinen Brüdern erhalten: das große knallrote Playmobil Feuerwehrfahrzeug inklusive Drehleiter! Ein Geschenk mit Familientradition. Schließlich hat auch mein Schwager schon von meinem Mann, also seinem kleinen Bruder, ein solches zur Geburt bekommen. Das hat bereits 1984 mächtig Eindruck gemacht und 2019 nicht weniger. Seitdem wird bei uns durchgängig mit diesem Feuerwehrauto gespielt – ein Einsatz nach dem anderen."

Kapla-Bausteine

Kapla Bausteine
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"Als meine Zwillinge Elli und Theo sich 'Kapla' wünschten, war ich zunächst ziemlich skeptisch", berichtet Kollegin Claudia. "Erstens waren sie bereits sechs Jahre alt und schon in der ersten Klasse: Was sollten sie da bitte noch mit so ein paar lahmen Bauklötzen? Zweitens verschluckte ich mich unweigerlich, als ich verstand, dass diese Holz-Steinchen ein kleines Vermögen kosten: Für 200 Kapla-Teile fallen bereits 55,99 Euro an. Dieses Paket aber, so warnten mich Mamas im Umfeld, reiche auf keinen Fall, die 1000er Packung müsste es schon sein. Haken: Hier sind dann gleich 230 Euro fällig. Das Christkind bekam glücklicherweise einen Zuschuss von Oma und Opa und ließ sich drauf ein, lieferte an Heiligabend zu der 1000er-Box sogar noch 100 farbige Steine (für weitere 50 Euro!) dazu, weil ihm die holz-farbene Grundausstattung offenbar zu langweilig erschien.

Und was soll ich sagen: Kaum ein Spielzeug wird seitdem so regelmäßig und lange bespielt wie die kleinen Kapla-Klötze. In diesem Sommer kommen unsere Kinder bereits in die dritte Klasse – und noch immer lieben sie es, mit ihren Freunden, zu zweit oder auch alleine ganze Kapla-Städte zu erschaffen. Playmobil-Figuren und alte Spielzeugautos werden eingespannt, es entstehen die tollsten Häuser und Garagen. Was mir vorher nicht klar war: Die Steine sind so gleichmäßig gefertigt und extrem leicht, sodass die selbst kreierten Bauwerke (die die Kreativität herrlich fördern, weil in den seltensten Fällen etwas nach Anleitung gebaut wird) teils bis zur Wohnzimmerdecke reichen (und selbst beim Umfallen keine Kratzer ins Parkett kloppen). Ein totales Highlight ist das Spiel-Ende: Denn immer, wenn es ans Aufräumen geht, dürfen die Kids die Türme nicht nurmit Karacho zerstören, sondern auch Slow-Motion-Videos mit meinem iPhone drehen. Ich bin gespannt, wie lange die Kids Kapla noch attraktiv finden. Klar ist: Auf diese Idee hätten das Christkind und ich auch mal früher kommen können! Denn auch mit 3, 4 oder 5 Jahren hätten die Zwillis die (überhaupt gar nicht!) 'lahmen' Bauklötze sicher super gefunden."

Der Trecker, der meinem Sohn die Welt bedeutet

Spielzeug-Trecker
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Meist schon vor dem ersten Geburtstag beginnt sie: die Trecker-Faszination. Und sie reicht mitunter bis zur Grundschulzeit. Auch Johann, der Sohn von Redakteurin Michelle, wird bald zwei und kann sich seit über einem Jahr ununterbrochen mit seinem Lieblings-Traktor von Bruder beschäftigen: "Ich dachte immer, dass es sich nur um eine vorübergehende Phase handelt. Die Traktor-Phase. Aber diese dauert bei uns nun schon ziemlich lange an. Und ich denke, sie hört auch so schnell nicht auf. Der Lieblings-Trecker kommt überall mit hin. Was wird nach der Kita sofort bespielt? Der Trecker! Was schenken wir dem Freund zum Geburtstag? 'Einen Trecker, Mama!' Und da es sich bei unserem Modell um eines handelt, dass nicht nur für Babys geeignet ist, wird es uns sicherlich noch lange begleiten. Und uns später ein tolles Erinnerungsstück sein. An seine Kindheit."

Schleich-Tiere – immer wieder aufs Neue bespielbar

Schleich Bison
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"Die ersten beiden Schleich-Tiere bekam mein Sohn von seiner Oma: den Esel und das Eselfohlen", erinnert sich Redakteurin Irlana. "Es folgten die Giraffe und das Giraffenbaby. Damals war er wohl so drei Jahre alt. Seitdem sind sie im Kinderzimmer nicht mehr wegzudenken. Und seine Sammlung ist beachtlich gewachsen. Zuerst spielte er mit den Tieren Bauernhof, dann Zoo. Anfangs baute er für die Tiere Gehege und Ställe mit Lego Duplo, später mit dem 'normalen' Lego. Dann kamen die Ninja-Figuren dazu. Löwe und Bison – bis heute seine Lieblinge unter den Schleich-Tieren – halfen den Ninja bei ihren Kämpfen. Und, was ich besonders kreativ fand: Bevor wir einmal den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer schmücken wollten, kam Finn mit seinem Löwenbaby an. Er warf es in den Baum und beobachtete, wie es 'hinunterkletterte'. Mitunter musste er es zwischen den Zweigen richtig suchen, das fand er besonders toll.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich auch selbst in diese handbemalten und wirklich naturgetreu nachempfundenen Tiere verliebt. Vor allem die Elefantenfamilie hat es mir angetan. Die massigen und entspannten Dickhäuter sind schon seit langer Zeit meine Lieblingstiere. Übrigens: Das letzte Schleich-Tier, das ich gekauft habe, ist das Faultier. Ich habe es mir selbst geschenkt, und es hängt nun an meiner Schreibtischlampe, um mich beim Arbeiten an meine innere Gelassenheit zu erinnern und nebenbei auch an meine traumhaften Costa-Rica-Reisen."

Mit Tiptoi die Welt entdecken

Tiptoi Starter-Set
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Die Tochter unserer Social-Media-Redakteurin Nora wird bald fünf Jahre alt und eins wird ganz sicher wieder auf dem Geburtstagstisch liegen: ein Buch von "tiptoi". Seit der interaktive Stift samt Buch im ersten Lockdown (da war ihr Kind gerade 2,5 Jahre alt) zu Hause einzog, ist er nicht mehr wegzudenken: "Der Tiptoi war bei uns eine klassische Homeoffice-mit-Kind-Anschaffung: Ich hoffte auf ein paar Minuten Alleinbeschäftigung, wenn wir Eltern zeitgleich Meetings hatten. Der Plan ging voll auf: Mara liebt es, die Bücher selbstständig zu entdecken und nicht immer darauf angewiesen zu sein, dass wir Eltern etwas vorlesen können. Die Spiele haben wir anfangs gemeinsam gespielt, heute macht sie auch das lieber alleine. Auch wenn wir mit dem Zug unterwegs sind, ist der Stift Gold wert und sorgt für Beschäftigung. Denn egal, wie lange wir die Bücher haben: Meine Tochter entdeckt immer noch etwas Neues. Was mir an Tiptoi so gefällt: Es gibt zu den verschiedensten Themen Bücher! Ein paar Exemplare sind mittlerweile noch hinzugekommen, meistens leihen wir sie uns aber einfach in der Bibliothek aus. So kann man je nach aktuellen Interessen durchwechseln."

Noras Favoriten: Als Einstieg für die Kleineren ist "Mein Wörter-Bilderbuch: Unser Zuhause" (3 bis 4 Jahre) ideal. "Mein großes Wimmelbuch" (4 bis 6 Jahre) ist perfekt für Reisen, weil es sehr detailreich ist. Der Junior-Globus (Achtung, es gibt zwei für verschiedene Altersstufen!) ist ebenfalls toll: "Die 'Welt-Discokugel', wie sie ihn nennt, bekam Mara zum vierten Geburtstag geschenkt, da blieb er zunächst links liegen. Seit einigen Wochen begeistert sie sich enorm dafür und wird nicht müde, alles zu entdecken und uns Fragen zu stellen."

Die Lego-Leidenschaft

Lego Ninjago
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"Um eines machen sich Patentanten besonders viele Gedanken", erklärt Textchefin Angela. "Die passenden Geschenke. Jedenfalls ging es mir so, als mein Patenkind Titus noch ganz klein war. Völlig egal ob Taufe, Geburtstag oder das erste Weihnachtsfest – schon Wochen vorher zerbrach ich mir den Kopf, was gut ankommen könnte. Und zwar nicht nur beim Kind, sondern auch bei den Eltern. Bis ich auf die Idee kam, meinem Patenkind ein Spiel-Set von Lego-Duplo unter den Weihnachtsbaum zu legen. Ich weiß es noch genau, es waren Tierkinder aus dem Zoo, ein tapsiges Eisbärjunges und eine kulleräugiges Baby-Giraffe mit großen Füßen. Die knubbeligen Plastiktiere fand der Zweijährige gut. Aber fast noch interessanter war, dass man mit den mitgelieferten Bausteinen einen Turm und eine Treppe bauen konnte – und nichts wackelte oder umkippte! Was für ein Erfolgserlebnis! Die Lego-Leidenschaft war entfacht: Mit der Zeit wurden die Türme höher, die Steine kleiner. Mauern, Zäune und Häuser wurden hochgezogen und auf fahrbare Untersätze bugsiert. Bagger, Hubschrauber und Rennautos zogen ins Kinderzimmer ein.

Geschenkestress? Kein Thema mehr! Denn einem legosüchtigen, heute fast achtjährigen Kind eine Freude zu machen, ist denkbar einfach! Egal ob Mini-Schlüsselanhänger oder die große Lego-City-Polizeistation (gebraucht, vom Flohmarkt) – alles wird genommen. Allerdings: Seit einigen Monaten weht ein neuer Wind im Kinderzimmer. Wo früher Flugzeuge ihre Runden drehten, lauern jetzt knallbunte Drachen in Angriffsstellung. Ihr Besitzer, ein japanischer Samurai, sieht nicht weniger kampflustig aus. Dagegen wirkt der buddhistische Tempel auf den ersten Blick friedlich – hat es aber mit einer Falltür in sich, wie mir mein Patenkind freudig demonstriert. Die Ninjago-Sippe hat sich hier breit gemacht. Und obwohl ich mir immer noch nicht merken kann, welcher der Minifiguren nun Kai, Lloyd und Zane ist, halte ich beim Schwertkampftraining mit dem weisen Sensei schon ganz gut mit. Nur schade, dass uns noch etliche der magischen Dschinn-Klingen fehlen. Aber bald ist ja wieder Weihnachten."

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