Promi-Interview

Alexandra Maria Lara: "Unser Sohn ist mein ehrlichster und wichtigster Kritiker"

In dem Animationsfilm "Sing – Die Show Deines Lebens" leiht Alexandra Maria Lara Hausschwein Rosita ihre Stimme. Wir fragen sie nach ihrer privaten Rolle als Mama ...

Im Studio spricht Alexandra Maria Lara die Rolle ihres niedlichen Glücksbringers ein: Hausschweinchen Rosita.
© Foto: Viktor Strasse

Was fällt dir ganz spontan ein, wenn du an die Geburt deines Sohnes zurückdenkst?

Wie glücklich ich war, als er endlich auf der Welt war! Die Geburt an sich war einigermaßen komplikationsfrei. Und dann hatte ich plötzlich dieses kleine Wesen auf mir liegen, von dem ich mir schon so oft ausgemalt hatte, wie es aussehen würde. Unbeschreiblich.

Inzwischen ist Ben acht Jahre alt. Was war der letzte Glücksmoment mit ihm?

Oh, da gab es ganz, ganz viele. Aber wirklich superschön war unser Kreta-Urlaub im vergangenen Jahr. Da hatten wir zu dritt sehr viel Zeit für- und miteinander, das haben wir sehr genossen.

... und wann hast du dich zuletzt so richtig über ihn geärgert?

Ach, eigentlich ärgere ich mich meistens über mich selbst. Vor allem, wenn ich mal wieder zu ungeduldig bin oder mein Tonfall unangebracht ist. Ich dachte immer, ich sei ein Gute-Laune-Morgen-Mensch, bekomme aber regelmäßig gespiegelt, dass ich das gar nicht bin... (lacht)

Welche Eigenschaften hat Ben von dir geerbt?

Er redet gerne und viel, manchmal auch in langen, komplizierten Sätzen. Bei der Art, wie er argumentiert, sehe und höre ich mich oft selbst.

Ist die Wackelzahnpubertät schon da?

Heißt das so? Das kannte ich noch nicht (lacht). Manchmal stelle ich mir tatsächlich die Frage, ob er nicht vielleicht doch schon zwölf ist, wenn bestimmte Wörter oder Sätze fallen. Aber die Kids sind heute halt einfach echt sehr clever und viel weiter als wir es damals waren.

Die bislang anstrengendste Phase als Mama?

Man verdrängt ja im Nachhinein oft, was schwierig war – aber ich glaube, es war die Zeit, in der Ben noch nicht so richtig sagen konnte, wo der Schuh drückt. Also im Grunde die Krabbelphase, in der man ja irgendwie ständig auf der Hut sein muss, weil diese kleinen Kinder so voller Neugierde und völlig angstfrei sind, man selbst aber permanent einen mittleren Herzinfarkt bekommt.

Was macht ihr am allerliebsten zusammen?

Uno spielen, Ausflüge, Filme schauen.

Habt ihr Fernsehregeln zu Hause?

Regeln à la "20 Minuten am Tag" oder "ein Film pro Woche" gibt es nicht, wir entscheiden das nach Bauchgefühl. Und haben natürlich vor allem in den Lockdowns viele Ausnahmen gemacht, weil er nun mal kein Geschwisterkind zum Spielen hat und es mir oft leidtat, dass Ben mit uns – mal mehr, mal weniger – langweiligen Erwachsenen zu Hause hockt.

Dein Trick 17, um Ben zu etwas zu bekommen, worauf er keine Lust hat?

Bestechung (lacht). Also: "Wenn wir das jetzt machen, darfst du danach auch..." Womit man ihn immer rumkriegt, ist Fußball. Ronaldo ist gerade sein großer Held, er liebt diese Vierminüter wie "Die besten Tore". Manchmal ziehen auch Süßigkeiten, aber da haben wir von Natur aus Glück, er verlangt nicht übertrieben oft nach Zucker.

Was hast du von deinem Sohn gelernt?

Viel. Das Tolle ist: Er schenkt mir reinen Wein ein. Er ist sehr direkt und hat keinerlei Scheu, mir auch unangenehme Dinge zu sagen. Er ist vermutlich mein ehrlichster Kritiker – und der wichtigste.

Gibt es etwas, das du anders machen würdest, wenn du noch mal Mama würdest?

Ich glaube nicht! Ich liebe unseren Ben so sehr und glaube, dass wir unseren Elternjob schon ganz gut machen. Alles andere gehört vermutlich einfach zu mir – als Mutter, aber auch im Leben ganz generell.

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