Tom Hardy ist ein ziemlich lässiger Typ – auch als Vater.
Tom Hardy ist ein ziemlich lässiger Typ – auch als Vater.

Aus dem Jahr 2018

Tom Hardy: "Als Jugendlicher hatte ich eine schwierige Beziehung zu meinen Eltern"

Dass wir "Taboo" (Anmerkung der Redaktion: eine Drama-Serie basierend auf einer von Tom Hardy und seinem Vater verfassten Geschichte) in London gedreht haben, war für mich ein absoluter Glücksfall, da ich jeden Abend bei meiner Familie sein konnte. Aufgrund der Geburt meines jüngsten Sohnes drei Wochen vor Beginn der Dreharbeiten, habe ich wunderbare Erinnerungen an diese Zeit. Außerdem konnte ich mit meinem Vater gemeinsam arbeiten.

Als Jugendlicher hatte ich eine schwierige Beziehung zu meinen Eltern, doch das gerhört jetzt der Vergangenheit an. Als einziger Sohn hatte ich das tiefe Bedürfnis, gegen meinen Vater zu rebellieren. Wir haben unseren Kontakt erst in den letzten zehn Jahren wieder aufgenommen. Um dazu fähig zu sein, musste ich viel über das Leben lernen. Letztendlich haben meine Kinder mir stark dabei geholfen und mich von Grund auf verändert. Als Vater kann ich die Fehler meiner Jugend klarer sehen. Und ich bin sehr stolz darauf, Vater zu sein. Ich sehe es als meine Aufgabe, für meine Kinder da zu sein, ein guter Vater zu sein und ihnen zu helfen, in der Welt zurechtzukommen.

"Es gibt keine Ratgeber, die dir beibringen, wie man als Eltern perfekt ist. "

Das Familienleben mit eigenen Kindern hat mir eine neue Richtung gegeben. Ich verstehe nun, wie schwer es für meine Eltern gewesen sein muss, dass ich mit den falschen Leuten rumhing und falsche Entscheidungen getroffen habe. Beim Aufziehen der eigenen Kinder merkt man, wie schwer das ist. Es gibt keine Ratgeber, die dir beibringen, wie man als Eltern perfekt ist. Das ist eine wirkliche Herausforderung. Auf der anderen Seite ist das Elternsein die überwältigendste Erfahrung, die man im Leben machen kann.

Auch wenn ich den Ruf habe, dunkle Rollen und Anti-Helden zu spielen, bin ich in meinem echten Leben überhaupt nicht finster. Ich liebe meine Frau und meine Kinder, das Familienleben zu Hause und meine Hunde. Wenn ich an einem Film arbeite, lebe ich in der Welt, die ich dort verkörpere. Das muss auch so sein. Aber wenn das vorbei ist, ist es, als würde die Uhr Mitternacht schlagen, die Kutsche verwandelt sich in einen Kürbis und ich bin zurück in meinem wirklichen Leben – bei meiner Familie.

© Foto: Shutterstock
Tom Hardy mit seiner Frau, der englischen Schauspielerin Charlotte Riley
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