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E-Bikes für Kinder: sinnvoll oder überflüssig?

Muss das wirklich sein? Kinder sind doch fit und sportlich, da brauchen sie doch keinen Antrieb für ihr Fahrrad, oder? Wir zeigen euch, ob und wann E-Bikes für Kinder sinnvoll sind.

Eindeutig: Die beste Option ist auf jeden Fall, dass die Kinder selbst Fahrrad fahren. Doch hier gibt es einige Aspekte zu bedenken. Fahren die Eltern gern – oder notwendigerweise – lange Strecken und ist das Kind zu groß für den Kindersitz oder Fahrradanhänger, schafft aber die weiten Strecken noch nicht, ist ein E-Bike für Kinder eine gute Alternative. Auch wenn große Geschwister mit von der Partie sind, ist es für gemeinsame Fahrradtouren für die kleineren Geschwister durchaus sinnvoll und hilfreich, wenn sie ein Kinder-E-Bike fahren können. Vor allem, wenn es auch mal ordentlich bergauf geht. Doch Achtung: Beim Bergabfahren kommt es vor, dass sich der Nachwuchs mit Motor überschätzt. Am besten vorher klare Absprachen treffen.

Für kleine (und große) "Couch Potatoes" kann ein E-Bike ein Anreiz sein, sich überhaupt zu bewegen. Vor allem, wenn die Eltern e-biken, sollten auch die Kinder ein E-Bike nutzen dürfen. Denn nichts ist ummotivierender, als ständig der Letzte auf der Radtour zu sein. Sportliche Eltern, die gerne lange Strecken unmotorisiert mit dem Fahrrad zurücklegen, können die unterschiedlichen Konditionslevels in der Familie ausgleichen, wenn der Nachwuchs ein E-Bike bekommt. Eine norwegische Studie zeigt, dass E-Bikes dazu führen, dass sich viele Menschen mehr als sonst aufs Rad schwingen und damit Bewegung an der frischen Luft haben.

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Ab wann dürfen Kinder E-Bike fahren, ist ein E-Bike für Kinder überhaupt erlaubt?

E-Bikes (die eigentlich Pedelecs heißen) sind mit einer Motorunterstützung bis 25 km/h für Kinder im Straßenverkehr genauso erlaubt wie andere Fahrräder auch. Das bedeutet, dass Kinder ab zwölf Jahre, bei absolvierter Fahrradprüfung schon ab zehn Jahre, auf der Straße fahren dürfen. Bei vielen E-Kinderfahrrädern ist die Tretunterstützung auf 20 km/h limitiert.

Neben der Geschwindigkeit spielt bei Kinder-E-Bikes auch das Gewicht eine Rolle. Ein zu schweres Rad ist für Kinder schlecht handhabbar. Mit einem leichten Alu-Rahmen kann man das schwere Gewicht des Motors etwas ausgleichen. Zudem sind Motoren mit geringerer Leistung auch leichter. Man sollte sich also genau überlegen, für welche Strecken man das E-Bike nutzen will.

Ab wie viel Zoll gibt es Kinder-E-Bikes?

Da motorisierte Räder nicht für kleine Kinder geeignet sind, gibt es sie meist erst ab einer Größe von 24 Zoll. Diese Räder sind im Schnitt für Kids ab acht Jahren oder einer Körpergröße ab 1,35 Meter geeignet.

Sind E-Bikes für Kinder bzw. Kinder-Pedelecs nicht wahnsinnig teuer?

Ja, der Anschaffungspreis ist wie bei allen E-Bikes recht hoch. Für Kinder E-Bikes muss man leicht 700 Euro und mehr hinblättern. Die Kosten liegen locker auch im vierstelligen Bereich. Dennoch kann es eine lohnende Investition sein, wenn man plant, viel mit der Familie und den Rädern unterwegs zu sein. Dabei kann es langfristig sogar Geld sparen, wenn man beispielsweise auch bei Reisen vom Auto oder Zug aufs Rad umsteigt. Wenn man regional reist, verringert man zudem seinen ökologischen Fußabdruck und schon die Umwelt.

Außerdem lassen sich gut erhaltene E-Bikes – zum Beispiel wenn das Kind zu groß geworden ist – auch noch zu einem guten Preis weiterverkaufen. Das sollte man bei der Anschaffung im Hinterkopf behalten. Einige Bundesländer fördern inzwischen die Anschaffung von E-Bikes. Um rund 30 Prozent des Kaufpreises erstattet zu bekommen, muss man zum Beispiel in Hamburg einen Antrag bei der Investitions- und Förderbank stellen. Das geht aber nur zu bestimmten Zeitpunkten (einfach im Netz erkundigen). 

Alternative zum Kauf: E-Bike für Kinder mieten

Einige Anbieter haben auch E-Bikes für Kinder zur Miete – zumeist im Abo. Wer nicht so viel Geld auf einen Schlag für ein eigenes Rad ausgeben kann oder will, wird möglicherweise bei Mietradanbietern (zum Beispiel bei ebike-abo.de/e-bikes-kinder/) fündig.

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Unsere Autorin

Irlana Nörtemann

Irlana Nörtemann ist seit vielen Jahren mit Herzblut Redakteurin bei Junior Medien. Zu ihren Aufgaben zählt auch Contentmanagement.

Als Mutter eines Jungen lässt sie ihre Alltagserfahrungen in ihre Artikel mit einfließen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Reise und Gesundheit.

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