Das Auge isst mit

Pausenbrotjunkie: So bringen eure Kinder die Brotbox nicht mehr voll zurück!

Viele Eltern dürften das kennen: Da gibt man sich allmorgendlich Mühe, die Brotdose für den Kita- oder Schulalltag ausgewogen, gesund und lecker zu befüllen – und bekommt sie am Ende des Tages nahezu unangetastet wieder zurück. Guter Rat ist in diesem Fall überhaupt nicht teuer, sondern ganz einfach auf Instagram zu finden!

© Pausenbrotjunkie

Als "Pausenbrotjunkie" teilt Sabine seit über zwei Jahren Fotos und Videos von den Brotdosen, die sie für ihre drei Kinder zubereitet. Das ist an sich nichts Neues, der Bentobox-Trend kurisiert seit Jahren durch die sozialen Medien. Und trotzdem ist sie damit extrem erfolgreich. Sogar ins Fernsehen hat sie es bereits geschafft. Der Grund ist eigentlich ganz einfach: Ihre Ideen kann man ganz leicht nachmachen, dafür muss niemand lange in der Küche stehen! Auch exotische Zutaten sind nicht nötig.

Wie Sabine zu ihrem großen Erfolg kam und wie kleine Gemüse-Muffel doch noch Vitamine zu sich nehmen, verrät sie im Interview!

Liebe Sabine, du bist Mama von drei Kindern: Wie viele Brotdosen bereitest du täglich vor?

Ich bereite jeden Morgen vier Brotdosen vor: Jedes Kind bekommt eine und auch für mich selbst packe ich eine Brotdose, um sie mit zur Arbeit zu nehmen.

Hast du für deine Kinder schon immer so besondere Brotboxen zubereitet? Wie kam es dazu, dass du deine Ideen auf Instagram, Tiktok und Co veröffentlichst?

Eigentlich mache ich das erst seit 2,5 Jahren. Ich habe natürlich schon immer Brotdosen für meine Kinder gepackt, seit sie in der Schule sind. Eine zusammengeklappte Stulle, ein paar Apfelschnitze und fertig.

Erst als mein jüngstes Kind zur Schule kam und sie einfach nichts aus ihrer Brotdose anrührte, musste ich mir etwas einfallen lassen. Als Mama macht man sich ja schnell Sorgen, wenn das Kind nichts isst. Also stöberte ich im Internet und entdeckte Bentoboxen mit vielen kleinen Fächern. In Nordamerika und Japan fand ich viele Mamis, die hübsche Lunchboxen packen und sie auf Instagram zeigen. Also bestellte ich mir auch eine Bentobox und fing an, alles etwas hübscher anzurichten.

Nach zwei Tagen beschwerten sich dann meine beiden älteren Kinder, dass sie auch solche hübschen Brotdosen haben möchten. Seitdem packe ich also täglich drei Bentoboxen und fotografiere sie. Die Bilder habe ich eigentlich nur zum Spaß auch auf Instagram hochgeladen, denn dort hatte ich ja meine Inspiration her. Zu Tiktok kam ich dann erst später: Meine älteste Tochter kam auf die Idee, mich beim Brotdosenpacken zu filmen. So entstand mein Tiktok-Kanal.

150.000 Follower auf Instagram und 1.5 Millionen bei Tiktok: Hättest du mit so einem großen Erfolg gerechnet?

Nein, überhaupt nicht. Es war im Grunde reiner Zufall. Irgendwie kamen meine Brotdosen sowohl auf Instagram als auch auf Tiktok gut an. Plötzlich ging ein Video auf Tiktok viral, ich glaube es waren Pizza-Donuts, und die Follower-Zahl schoss in die Höhe. Der Erfolg motivierte mich natürlich und ich überlegte mir immer neue Brotdosenideen. Die Tiktok-Videos lud ich auch auf Instagram als Reels hoch und das war genau zu einer Zeit, als Instagram von einer reinen Fotoplattform auf mehr Videos umstellen wollte. Ich glaube, dadurch kam dann dort auch der riesige Erfolg.

Wie kommst du auf all die kreativen Ideen? Was inspiriert dich?

Ich gehe einfach mit offenen Augen durch die Welt. Aus allem, was ich sehe oder höre, überlege ich mir, ob es sich für eine Brotdose eignet. Vor allem stöbere ich gern durch Supermärkte, hole mir Inspiration auf anderen Lunchbox-Kanälen und habe inzwischen auch eine große Auswahl an Werkzeugen, um schöne Dinge in die Brotdose zu zaubern.

Dazu gehören Wellenschneider, hübsche Silikonförmchen, Sandwich-Ausstecher und Foodpicks. Und natürlich inspirieren mich meine Follower. Ich bekomme so viel Zuspruch und begeisterte Nachrichten, das motiviert ungemein.

Diese Brotdose enthält null exotische Zutaten, sie ist einfach nur bunt und und vielseitig befüllt:

Welche Tools dürfen in deiner Küche nicht fehlen, um kreative Brotboxen zu füllen?

Eines der wichtigsten Tools, was auch inzwischen glaube ich die meisten meiner Follower bereits angeschafft haben, ist der Wellenschneider. Damit kann man Karotten, Äpfel und Co. immer hübsch schneiden und es sieht aus wie Apfelpommes oder Gitterkarotten. Da greift selbst das wählerischste Kind gern zu. Dann benutze ich gern hübsche Eierformer, womit man hart gekochte Eier in Schmetterlings- oder Herzform verwandeln kann. Besonders gern benutze ich auch kleine Mini-Fläschchen, um Smoothies, Kakao oder frisch gepressten Orangensaft abzufüllen. Die Flaschen fassen nur 60 Milliliter und passen in fast jede Brotdose. Und natürlich dürfen Ausstecher in allen Formen und Größen nicht fehlen.

Tolle Tools für kreative Brotboxen:

Für eine ganz normale Woche: Welche Lebensmittel hast du immer auf Vorrat, die auf jeden Fall in den Brotdosen deiner Kinder landen?

Ich habe immer viele verschiedene Sorten Obst und Gemüse im Kühlschrank und Aufback-Produkte im Tiefkühlschrank: Laugengebäck, Minibrötchen, Minicroissants, Pizzabrötchen, etc. Dazu habe ich eine Schublade mit ganz vielen Kräckern und Knabberzeug. Damit kann man dann immer eine Brotdose füllen.

Draußen ist es grau und nass? Dann lasst doch den Frühling in die Brotdose einziehen:

Welche sind deine Top 3 Brotdosen für Kita- und Grundschulkinder?

Inzwischen habe ich sehr viele Brotdosen getestet und mein absoluter Favorit ist die Yumbox. Sie hat in der Praxis einfach am meisten überzeugt und da es sie in so vielen verschiedenen Größen und Materialien gibt, kann ich sie ausnahmslos sowohl für Kindergartenkinder als auch für die Grundschule und sogar für die weiterführende Schule empfehlen. Die Yumboxen sind auslaufsicher und sehr robust.

© Amazon.de
Sabines Favorit: Die Yumbox gibt es in vielen Größen!

Hast du einen Tipp für Eltern, deren Kinder die Brotbox ständig (halb)voll wieder mitbringen und zum Beispiel Obst und Gemüse komplett verweigern?

Der wichtigste Tipp, den auch ich erst beherzigen musste: sich nicht so viele Sorgen machen, denn tatsächlich verhungert ja kein Kind vor einer gefüllten Brotdose. Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass unsere Kinder am Vormittag eine Kleinigkeit essen, um genug Energie zum Spielen und Lernen zu haben. Am besten eignen sich auslaufsichere Bentoboxen mit vielen kleinen Fächern. Man kann dadurch ganz viele Kleinigkeiten einpacken, die sich nicht vermischen und es sieht immer appetitlich aus. Das Auge isst auch bei den Kleinsten schon mit. Ich würde immer das Obst und Gemüse einpacken, von dem ich weiß, dass es mein Kind gern isst und dann immer eine andere Sorte in einer ganz kleinen Menge zum Probieren.

Dein Kind isst nicht gern Brot? Vielleicht hilft es, ein Brot auszustechen (keine Sorge, die Kinder lernen auch ohne Brotrinde sprechen) oder einfach eine Alternative mitzugeben: etwas Müsli, Sushireis in lustigen Formen oder ein Wrap. Es muss ja nicht immer Brot sein.

Und ein letzter Tipp für kleine Obst- und Gemüseverweigerer: Immer wieder in kleinen Mengen anbieten und auch immer wieder mitgeben. Vielleicht hilft es, dem Kind vorzuschlagen, die Brotdose mit der besten Freundin oder dem besten Freund zu teilen. Gemeinsam schmeckt es ja eh immer besser und vielleicht probiert das Kind etwas Neues, wenn es sieht, dass die Freundin wie ganz selbstverständlich Mandarinen oder Karotten isst.

Besonders süß finden wir diese Idee, einen Obstteller als buntes Puzzle (Puzzleteil-Ausstecher gibt's hier) für zu Hause anzurichten: 

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