Nur eine "sehr gut"

Babymatratzen-Test 2022: Öko-Test warnt vor Erstickungsrisiko

Öko-Test hat insgesamt 15 Babymatratzen getestet. Nur eine schneidet mit "sehr gut" ab. Insgesamt sechs Modelle wurden mit "ungenügend" bewertet. Drei sind sogar so weich, dass Babys im Schlaf ersticken könnten.

In diesem aktuellen Test überzeugten leider nicht alle Babymatratzen.
© Foto: Getty Images/Catherine Delahaye
In diesem aktuellen Test überzeugten leider nicht alle Babymatratzen.

Babys Schlaf ist uns Eltern heilig. Die Matratze soll gemütlich sein, klar. Aber natürlich vor allem auch sicher. Doch leider bemängelt das Verbrauchermagazin Öko-Test genau das in einem aktuellen Bericht: Sechs von 15 untersuchten Babymatratzen (70cm x 140cm) fielen mit der Note "ungenügend" durch. Und zwar, weil sie viel zu weich sind oder andere Erstickungsrisiken darstellen. Obwohl es seit 2017 sogar eine EU-Sicherheitsnorm für Kindermatratzen gibt. Leider ist diese bisher noch nicht verpflichtend. 

Diese Babymatratzen fielen im Test durch:

  1. Alnatura "Naturlatex-Kindermatratze Hevea"
  2. Alvi "Kindermatratze Malte"
  3. Dormiente "Kindermatratze Natural Kids Frederic", Schurwolle
  4. Lonsberg "Kindermatratze Kokos", Baumwoll-Bezug, Schurwolle
  5. Prolana "Naturbettwaren Kindermatratze Kati Plus", Schurwolle
  6. Ticaa "Babymatratze Med Allergen Baby Comfort"


Das waren die Hauptgründe für das schlechte Ergebnis:

  • Zu weich: Drei Modelle (Alvi "Kindermatratze Malte", Dormiente "Kindermatratze Natural Kids Frederic", Prolana "Naturbettwaren Kindermatratze Kati Plus") waren so weich, dass Babys Gesicht – also Mund und Nase – in die Matratze einsinken kann. Das birgt ein großes Erstickungsrisiko, wenn sich die Kleinen noch nicht selbstständig wieder auf den Rücken drehen können. Matratzen für unsere Kleinsten sollten eher hart sein.
  • Achtung, Kleinteile! Verschluckbare Einzelteile gehören nicht in die Hände von Babys. Doch leider gab es mehrere Matratzen, bei den beispielsweise die Reißverschlussgriffe des Bezugs viel zu leicht abbrachen. Auch das Füllmaterial war teilweise nicht ausreichend geschützt. 

Einige Matratzen-Hersteller sicherten dem Verbrauchermagazin bereits zu, die "ungenügenden" Modelle nachzubessern.

Lade weitere Inhalte ...