Promi-Interview

Matthias Schweighöfer: "Ach, der Papa..."

Schauspieler und Regisseur Matthias Schweighöfer spielt seit 2009 eine Hauptrolle: Vater. Wie er die ausfüllt und warum ihn Leggings auch schon mal zur Weißglut bringen.

Matthias Schweighöfer – zur Person

Matthias Schweighöfer (geboren 1981) kommt aus einer Schauspielerfamilie und wuchs in der DDR auf. Neben seiner Schauspielkunst ist er Synchronsprecher und Sänger. Darüber hinaus produziert er auch seine eigenen Filme wie "Vaterfreuden" oder "Der Nanny". 2009 und 2014 bekam Schweighöfer mit seiner Lebensgefährtin Angelika „Ani“ Schromm (1974) eine Tochter und einen Sohn. Seit 2009 lebten sie in einen Vierseithof bei Nauen in Brandenburg, doch im Januar 2019 gab der Schauspieler die Trennung bekannt. Nach etwa einem Jahr bestätigte Matthias Schweighöfer dann die Beziehung zu der 14 Jahre jüngeren Schauspielerin Ruby O. Fee.

Ich habe mich nicht vorbereitet

Was die Vaterrolle angeht, bin ich der Learning-by-doing-Typ. Ich hab alles auf mich zukommen lassen – ein Drehbuch gibt’s ja nicht. Und: Ich bin kein Schisser! Bei der Geburt habe ich nicht wie manch anderer Kerl die Flucht ergriffen, sondern richtig mit angepackt (Anis Hand). Als Greta dann da war, bin ich vor Freude an die Decke gesprungen. Zwei bis drei Gläser Sekt später nicht mehr ... 

Grundsatzdiskussionen mit Töchterchen Greta

Tendenziell bin ich ein recht entspannter Papa. Nur bei Grundsatzdiskussionen über Leggings hört der Spaß auf. Wenn ich weiß, gleich fängt der Sport in der Kita an und ich muss vorher mit meiner Tochter noch ne Stunde über Leggings diskutieren – „Die ‚Lilane’ will ich nicht!“, „Die  Pinke ist mir zu Pink“ – liegen meine Nerven blank. Dass ich für eine Filmrolle mal in Frauenklamotten geschlüpft bin, hilft da nur bedingt. Man (n) versteht die Frauen manchmal einfach nicht. 

Ansonsten verstehen Greta und ich uns aber ziemlich gut. Sie mag meinen Humor und meine Fantasie. Sieht so aus, als ob sie beides geerbt hat. Außerdem kann sie sich gut Texte merken. Dazu noch ihr fantastisches Aussehen (ganz der Papa!) – eigentlich ist sie prädestiniert für die Kamera! Eine kleine Rolle hatte sie ja schon, mal sehen, wie’s weitergeht. Ich werde ihr jedenfalls nicht im Weg stehen, wenn sie später Schauspielerin werden will. Ich habe als Kind viel Zeit bei meinen Eltern im Theater verbracht. Die Kantine war quasi unsere Küche, wo sich das Familienleben abspielte. Ich habe das geliebt. Und mir war ziemlich schnell klar: Ich werde kein Zahnarzt! 

Viele Dinge ändern sich

Wenn Greta früher Fotos von mir in irgendwelchen Zeitschriften oder Plakate an Litfaßsäulen gesehen hat, hieß es „Ooooh, der Papa!“ Heute ist es nur noch ein müdes „Ach, der Papa ...“. So schnell ändern sich die Dinge. Und es ändert sich einiges, wenn du ein Kind kriegst. Einen Tag richtig planen? Das Kind schläft bis 9.30 Uhr, dann ein gemütliches Frühstück, die lieben Kleinen essen genau das, was auf den Tisch kommt, anschließend geht man raus zum Spielen, dann gibt’s einen meckerfreien Mittagsschlaf, am Nachmittag guckt man einen Märchenfilm – und nach einem gemeinsamen Abendessen fällt das Kind um 17.30 Uhr todmüde ins Bett und man hat noch ein wenig Zeit zu zweit – vergiss es! 

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