Pep Guardiola mit seiner Familie nach dem Sieg seiner Mannschaft Manchester City.
Pep Guardiola mit seiner Familie nach dem Sieg seiner Mannschaft Manchester City.

Aus dem Jahr 2018

Beruflich trifft man Pep Guardiola während der Saison ständig auf dem Fußballplatz, wo er seine Mannschaft Manchester City trainiert. Doch auch privat versammelt er stets seine "Truppe" hinter sich: Seine drei Kinder – die beiden Töchter Valentina und Maria und Sohn Marius – fiebern immer mit, wenn er auf dem Platz ist.

Hier gibt Pep Guardiola einen kleinen Einblick in sein Familienleben:

Wenn man beim Fußball eine junge Mannschaft trainiert, kann man leicht vergessen, dass man es mit Kindern zu tun hat. Wir erwarten so viel von ihnen. Mit "wir" meine ich uns als Eltern. Wenn wir uns in ihre Lage versetzen würden, wäre uns schnell klar, wie viel sie eigentlich leisten, obwohl sie noch so jung sind.

Manchmal realisiert man erst, wie wertvoll die eigene Familie ist, wenn man sich vorstellt, sie zu verlieren. Als der Terroranschlag im Mai 2017 auf die Manchester-Arena verübt wurde, waren meine Frau und meine Tochter dort beim Ariana Grande-Konzert. Wir sind schnell nach Manchester City reingefahren und haben es geschafft, aber das war wirkliches Glück.

Die richtigen Werte an die Kinder weitergeben

Ich finde, man muss immer darauf achten, welche Werte man an seine nahestehenden Menschen weitergibt. Ich selbst mache alles ziemlich schnell – vor allem in meinem Kopf –, aber diese Eigenschaft sollte ich vor den jüngeren Menschen, die mir vertrauen, nicht in den Vordergrund stellen. Stattdessen möchte ich mich mit Demut, Zuversicht und Mitgefühl bewegen. Genau diese Qualitäten wünschen wir uns für den Nachwuchs. Es ist mir bewusst, dass es nicht immer einfach ist, diese Standards im stressigen Alltag aufrechtzuerhalten, aber wenn wir es schaffen, werden wir zu besseren Menschen. 

© Foto: Shutterstock
Trainer Pep Guardiola beim Spiel Chelsea gegen sein Manchester City-Team.

Meine wirkliche Berufung: ein guter Vater zu sein

Als mein erstes Kind, meine Tochter Valentina, zur Welt kam, hat sie mich mehr zum Erfolg motiviert, als das jemals in meiner Fußballkarriere der Fall war. So sehr der Fußball mich auch zu unglaublichen Erfahrungen und Erlebnissen gebracht hat, so sehr wurde mir nun klar, dass meine eigentliche Berufung darin liegt, ein guter Vater zu sein und alles für meine Kinder zu geben.

Viele Menschen haben mich schon gefragt, ob ich mir wünsche, dass mein Sohn Marius in meine Fußstapfen tritt und ebenfalls Fußballer wird. Doch meine Kinder sollen ihren eigenen Weg finden und sich nicht von ihren Eltern beeinflussen lassen. Es sei denn, das ist genau das, was sie wollen. Wir sollten unseren Kindern immer die Freiheit geben, sich selbst zu entfalten.

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