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So macht sich dein Baby bemerkbar

Kindsbewegungen: Guck mal, wer da tritt!

Der Bauch wächst und wächst und dann ist der Moment plötzlich da! Die ersten Kindsbewegungen sind für jede werdende Mama etwas ganz Besonderes.

Wann spürt man die ersten Kindsbewegungen?

Kaum ist eine Frau schwanger, wartet sie natürlich darauf, dass sich ihr Baby irgendwann bemerkbar macht. Beim Ultraschall lässt sich gut beobachten, wie das kleine Lebewesen nach und nach immer größer wird. Bis zum ersten "Hallo" aus dem Bauch müssen Mamas sich aber noch bis zum zweiten Schwangerschaftsdrittel gedulden. Die ersten spürbaren Kindsbewegungen treten für gewöhnlich um die 20. Schwangerschaftswoche (20. SSW) auf. Manchmal ein wenig früher, manchmal ein wenig später. Jede Frau und jede Schwangerschaft ist eben anders: Bei einer Vorderwandplazenta sind die Bewegungen beispielsweise häufig später und auch gedämpfter zu fühlen. Die Lage des Babys oder die Fruchtwassermenge können sich ebenfalls auf die Intensität der Kindsbewegungen auswirken. Bei Zwillings- oder Mehrlingsgeburten kann die Schwangere die Babys im Bauch häufig früher wahrnehmen. Kein Wunder, bei mehreren Babys wird es ja auch ziemlich schnell recht eng im Bauch! Bei einer zweiten Schwangerschaft sind die ersten Turnübungen meistens schon um die 18. Schwangerschaftswoche (18. SSW) spürbar. Das liegt daran, dass die Muskulatur der Gebärmutter nicht mehr ganz so straff und somit empfindsamer ist. Zudem wissen die Mütter aus der vorherigen Schwangerschaft bereits, wie es sich anfühlt, wenn das Baby im Bauch anklopft.

Wie fühlen sich Kindsbewegungen an?

Oftmals können werdende Mamas die ersten Kindsbewegungen noch nicht richtig eingeordnen und wissen nicht genau, was da eigentlich gerade in ihrem Körper passiert. Die ersten Zappeleien des Babys verwechseln viele Schwangere daher zu Beginn oft mit Blähungen, Darmbewegungen oder Bauchgrummeln. Regelmäßige Bewegungen sind in dieser frühen Phase ohnehin eher die Ausnahme. Doch irgendwann taucht das Gefühl, dass da gerade etwas im Bauch passiert, häufiger auf und bestätigt den Verdacht: Das Baby im Bauch bewegt sich! Juhu! Spätestens jetzt achtet die werdende Mama ganz bewusst auf die nächsten Anzeichen, die anfänglich auch gerne als leichtes "Blubbern" oder flatternder Schmetterling beschrieben werden.

Wann kann man das Baby von außen spüren?

Ungefähr ab der 28. Schwangerschaftswoche werden aus den sanften Stupsern allmählich richtige Tritte, die nicht nur spürbar, sondern auch von außen sichtbar sind. Dann können auch die Väter das erste Mal mit dem Nachwuchs so richtig in Verbindung treten. Aber auch hier gilt: Manche Kinder turnen mehr, manche weniger. Wenn das Baby im Bauch lieber schläft oder sich immer nur dann bemerkbar macht, wenn der Papa gerade nicht in der Nähe ist, kann er mit dem Hörrohr der Hebamme dem Herzschlag des Babys lauschen. Eine ganz exklusive Erfahrung, die die Mama nicht machen kann.

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Kann man das Baby im Bauch zu Bewegungen anregen?

Man könnte denken, dass das Baby aktiv ist, sobald die Mama etwas unternimmt. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Wenn es so schön schaukelt, schlummern viele Babys im Bauch sanft vor sich hin. Kommt die Mama dann zur Ruhe, wird das Baby aktiv. Das ist auch der Grund, warum viele Kinder werdende Mamas bereits in der Schwangerschaft um den Schlaf bringen. Wer seinem Baby also "Hallo" sagen möchte, sollte sich am besten auf die Couch legen und ein wenig abwarten. Vielleicht reagiert das Baby auch auf sanfte Berührungen oder kleine Kitzeleien? Streichelt die Schwangere oder ihr Partner den Bauch an einer bestimmten Stelle, kann es gut sein, dass das Baby darauf aufmerksam wird und nachschaut, was da los ist.

Sind weniger Kindsbewegungen ein Grund zur Sorge? 

Im Laufe der Schwangerschaft gehören regelmäßige Stupser und Tritte dazu. Für die Mama ein schönes Gefühl, da sie ihr Baby spürt und so weiß, dass es ihm gut geht. Im dritten Schwangerschaftstrimester sind die Babys zwischen der 30. und 32. Schwangerschaftswoche häufig noch sehr aktiv, danach nehmen die Bewegungen immer mehr ab. Das ist ganz normal, schließlich wird es im Bauch immer enger. Da sich das Baby zudem mit dem Kopf nach unten in Startposition begibt und auch das Fruchtwasser weniger wird, können vereinzelte Tritte jetzt richtig schmerzhaft werden. Die gute Nachricht: Schon bald haben Mama und Kind wieder mehr Platz!

Was sollte man bei zu wenig Kindsbewegungen machen?  

Die meisten Mütter spüren instinktiv, ob sich ihr Baby genügend bewegt. Wenn es aber längere Zeit mal still um den kleinen Mitbewohner im Bauch wird, stellt sich schnell Angst ein. Besorgten Mamas kann die "10 Kindsbewegungen pro Tag"-Regel helfen. Per Strichliste zählt man in einem festgelegten Zeitraum, wie häufig sich das Baby bemerkbar macht. Zwischen der ersten und zehnten Bewegung sollten nicht mehr als zehn Stunden liegen. Falls doch, kann man versuchen, das Baby durch leichtes Anstupsen oder Geräusche zu wecken. Wenn Mamas sich zu große Sorgen machen, sollten sie am besten Rücksprache mit der Hebamme halten oder einen Frauenarzt aufsuchen. Dort gibt ein CTG Sicherheit über die Herztöne des Babys.

Sind das Kindsbewegungen oder Wehen?

Viele Mütter sorgen sich, dass sie die ersten Wehen nicht erkennen und mit Kindsbewegungen verwechseln könnten. Tatsächlich können Tritte vom Baby sehr schmerzhaft sein, sie unterscheiden sich von der Intensität und Art aber deutlich von Wehenschmerzen. Vor den Wehen kommen die Vorwehen, die dafür sorgen, dass der Kopf des Kindes vor der Geburt vom Bauch ins Becken rutscht. Diese Vorwehen fühlen sich eher wie ein Ziehen im Kreuz an, nicht wie Tritte. Die späteren Wehen unterscheiden sich vor allem in der Dauer und der Regelmäßigkeit der Schmerzen von den meist nur kurzen und unregelmäßigen Schmerzen, die durch Kindsbewegungen entstehen.

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