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Guck mal, wer da tritt

Kindsbewegungen: So macht sich dein Baby bemerkbar

Der Bauch wächst und wächst und dann ist der Moment plötzlich da! Die ersten Kindsbewegungen sind für jede werdende Mama etwas ganz Besonderes.

Erste Kindsbewegungen: Wann spürt man das Baby?

Für jede Schwangere ist es einer der schönsten Momente in der Schwangerschaft, wenn sich das Kind zum ersten Mal bewegt. Ab diesem Zeitpunkt achtet die werdende Mutter genauer auf ihren Körper, denn sie möchte keine Bewegung ihres Babys verpassen. Zudem ist eine solche Bewegung auch immer ein Zeichen, dass es dem Baby gut geht – denn auch diese Angst begleitet eine Frau immer, wenn sie schwanger ist.

Schwangere, die ihr erstes Kind erwarten, nehmen erste Kindsbewegungen meist später wahr als Mütter, die mit dem zweiten Kind schwanger sind. Beim zweiten Kind sind die ersten Bewegungen meistens schon um die 16. Woche herum spürbar. In der ersten Schwangerschaft bemerken Mütter die ersten Bewegungen meistens um die 20. Schwangerschaftswoche herum, manchmal aber sogar erst ab der 25. Woche.  Oftmals können die Kindsbewegungen noch nicht richtig eingeordnet werden, so dass die Schwangere nicht genau weiß, was da eigentlich gerade genau in ihrem Körper passiert. Die ersten Kindsbewegungen werden tatsächlich auch leicht mit Blähungen oder Bauchgrummeln verwechselt.

Regelmäßige Bewegungen sind in dieser frühen Phase ohnehin eher die Ausnahme. Es gibt trotz einiger Kindsbewegungen meist noch Tage, an denen die werdende Mutter das Kind und seine Bewegungen gar nicht spürt. Anders ist das bei der Schwangerschaft mit Zwillingen. Schwangere Mütter, die Zwillinge erwarten, spüren meist heftigere Kindsbewegungen, die an verschiedenen Stellen gleichzeitig auftreten können. Aufgrund der intensiven Bewegungen spüren die Mamas die Kindsbewegungen meist auch früher als bei nur einem Baby.

Kindsbewegungen können von außen spürbar sein

Bei recht starken ersten Tritten des Kindes ist es sogar möglich, die Bewegungen von außen zu sehen und zu spüren. Durch das Auflegen der Hände auf den Bauch können kleine Ausbeulungen durch richtige Tritte des Kindes und an der Bauchdecke entlang wandernde Füßchen ertastet werden. Das ist auch eine ideale Möglichkeit, das Gefühl der ersten Kindsbewegungen mit deinem Partner zu teilen. So kann der werdende Vater diesen besonderen Augenblick erleben, in dem er das ungeborene Kind zum ersten Mal spüren kann.

Sind das Kindsbewegungen oder Wehen?

Viele Mütter sorgen sich, dass sie die ersten Wehen nicht erkennen und mit Kindsbewegungen verwechseln könnten oder einen Fehlalarm auslösen, weil sie Kindsbewegungen bereits für erste Wehen in Vorbereitung auf die Geburt halten. Tatsächlich können Kindsbewegungen schmerzhaft sein, je nachdem, welche Organe von einem Tritt getroffen werden. Jedoch unterscheiden sich Wehen vor der Geburt in der Regel von der Intensität und Art der Schmerzen deutlich von Kindsbewegungen im Bauch. Vor den Wehen kommen die Vorwehen, die dafür sorgen, dass der Kopf des Kindes vor der Geburt vom Bauch ins Becken rutscht. Diese Vorwehen fühlen sich eher wie ein Ziehen im Kreuz, nicht wie Tritte vom Baby.

Die späteren Wehen unterscheiden sich vor allem von der Dauer und der Regelmäßigkeit der Schmerzen von den meist nur kurzen und unregelmäßigen Schmerzen, die durch Kindsbewegungen verursacht werden.

Wenn du sichergehen willst, ob es sich bei deinen Schmerzen um echte Wehen handelt, solltest du dich in die Badewanne legen und versuchen zu entspannen. Bleiben die Schmerzen trotz der Wärme und Entspannung regelmäßig spürbar, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Wehen. Verschwinden die Schmerzen mit der Entspannung, war es wohl doch „nur“ die Bewegung deines Kindes im Bauch.

Mal mehr, mal weniger Kindsbewegungen

Schnell kommt dann aber auch die Unruhe auf, wenn die Mutter den Eindruck hat, es sind zu wenig Kindsbewegungen zu spüren. Hier solltest du zunächst ruhig bleiben, denn nicht immer muss eine Ruhe im Bauch auch bedeuten, dass es dem Baby nicht gut geht. Zum einen muss man bedenken, dass das Baby auch schläft und dann im Fruchtwasser praktisch wie schwerelos ganz ruhig schwimmt. In dieser Zeit sind kaum Bewegungen zu spüren. Zudem ist es besonders zum Ende einer Schwangerschaft völlig normal, dass die Kindsbewegungen abnehmen. Schließlich wird es im Bauch immer enger und das Baby kann sich somit immer weniger bewegen.

Wann und mit welcher Intensität die Kindsbewegungen auftreten, hängt auch von der Lage von der Plazenta und Baby im Bauch der Schwangeren ab. Genauso spielen auch die Menge des Fruchtwassers sowie die Dicke der Bauchdecke eine entscheidende Rolle für das Spüren der Kindsbewegungen. Auch das Verhalten der Mutter kann die Kindsbewegungen beeinflussen. Das Baby einer aktiven Schwangeren bewegt sich meist stärker als andere ungeborene Kinder.

Hinzu kommt, dass sich der Schlaf-Wach-Rhythmus vom Baby im Verlauf der Schwangerschaft verändert. Bereits ab der 20. Schwangerschaftswoche spüren Schwangere nachmittags und abends meist mehr Kindsbewegungen. Die Schlafphasen, in denen sich das Baby meist nicht bewegt, verlaufen ruhig und dauern in der Regel nur selten länger als 90 Minuten. In den Wach-Phasen treten die Bewegungen durchschnittlich 31 Mal pro Stunde auf. Dabei gilt aber, dass nicht alle Bewegungen spürbar sind und jedes Baby sein eigenes Bewegungsmuster hat. Daher sind Rückschlüsse von der Häufigkeit der Bewegung auf das Wohlbefinden des Kindes nur schwer möglich.

Wenig Bewegungsfreiheit fürs Baby

Meist spürt die werdende Mutter ab der 36. Schwangerschaftswoche wesentlich weniger Kindsbewegungen. Dies ist einfach nur darin begründet, dass das Baby nun so groß ist, dass es sich im Bauch kaum noch drehen und wenden kann. Zudem weiß auch das Baby, dass es sich bald auf einen beschwerlichen Weg machen muss und es sammelt seine Kräfte dafür.

Durchaus Sorgen machen sollte sich eine werdende Mutter allerdings, wenn sich ihr Nachwuchs rund 24 Stunden nicht mehr gemeldet hat und auch durch kleine Knuffe in den Bauch nicht zu einer Regung bewegt werden kann. Dann ist der Gang zum Arzt in jedem Fall zu empfehlen.

Zu wenig Kindsbewegungen: Klärung beim Arzt

Falls du dich aufgrund nachgelassener Kindsbewegungen zum Arzt begibst, wird dieser zunächst ein CTG schreiben, das heißt, dass er die Herztöne und ihre Regelmäßigkeit misst. Im besten Fall kann er dabei auch gleich die Kindsbewegungen im Bauch aufzeichnen. Damit erhält der Arzt schnell einen guten Überblick, ob es deinem Baby gut geht und kann die Kindsbewegungen mit dem Muster der Herztöne in Verbindung setzen. Sollte sich dein Kind zum Zeitpunkt der Messungen gerade in einer Schlafphase befinden, wird der Zeitraum der Messung meist einfach verlängert bis das Baby von selbst aufwacht oder durch Geräusche oder Bewegungen, z. B. sanftes Schütteln, aufgeweckt werden kann.

Anschließend folgt ein Ultraschall, bei dem die Blutversorgung des Kindes überprüft wird. Bei unauffälligen Ergebnissen besteht kein Grund zur Sorge und du kannst mit der Gewissheit, dass dein Kind gut versorgt ist, nach Hause gehen. Sollten Auffälligkeiten oder Unsicherheiten auftreten, wird die Schwangerschaft erst einmal eng überwacht, damit die Ursache gefunden und eine Gefährdung des Kindes ausgeschlossen werden kann.

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