Darmerkrankung

Durchfall in der Schwangerschaft – was tun?

Während der Schwangerschaft verändert sich der Körper einer Frau enorm und ist außerordentlichen Belastungen ausgesetzt. Es entstehen Unannehmlichkeiten, wie zum Beispiel Durchfall. Aber keine Sorge: Erfreulicherweise gehört er nicht zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden – und lässt sich meist sehr gut behandeln. Nur in einigen Fällen sollte man rasch handeln ...

Durchfall kommt in der Schwangerschaft zum Glück nicht so häufig vor.
© Foto: Getty Images
Durchfall kommt in der Schwangerschaft zum Glück nicht so häufig vor.

Eine nicht ganz so typische Schwangerschaftsbeschwerde aber dennoch sehr unangenehme ist Durchfall.

Von Durchfall wird in der Regel erst gesprochen, wenn ...

  • ... ein Mensch mehr als dreimal pro Tag Stuhlgang hat.
  • ... dieser Stuhlgang sehr dünnflüssig oder breiig ist.
  • ... und mit Magen- und Darmkrämpfen einhergeht.

Sollte der Durchfall einer Schwangeren von längerer Dauer sein, ist dringend ein Arztbesuch zu empfehlen. Denn die Ursachen können an verschiedenen Faktoren liegen und müssen erst einmal erkannt werden. Und vor allem drohen bei anhaltendem Durchfall Kreislaufprobleme, Dehydrierung udn Mangelerscheinungen (z.B. Kalium).

Die Gründe für Durchfall in der Schwangerschaft

  1. Zum einen kann es sich um eine ganz simple Ursache handeln: Stress bei der Schwangeren, Dieser Grund zählt als der Harmloseste und kann durchaus schnell beseitigt werden, indem die Frau ein wenig Ruhe in ihren Alltag einkehren lässt und Hektik aus dem Weg geht.
  2. Allerdings kann die Ursache auch in einer Salmonellen-, Listerien- oder anderen Lebensmittelvergiftung liegen. Das sollte immer von einem Arzt pberprüft werden.
  3. In der Frühschwangerschaft kann auch eine Umstellung der Ernährung ein Grund für Durchfall sein. Mehr Ballaststoffe, weil die Schwangere gesünder essen möchte, regen die Verdauung an. 
  4. Im dritten Trimester kann mit zunehmender Größe des Bauchs, der Magen und Darm einem gewissen Druck ausgesetzt sein, der auch mal für Durchfall sorgen kann. Und auch für Appetitlosigkeit, keine Sorge!
  5. Achtung: Ganz am Ende der Schwangerschaft kann Durchfall auch ein erstes Anzeichen für die Geburt und Begleiterscheinung der ersten Wehen sein.

Das richtige Essen und Trinken bei Durchfall

Es gilt, dass bei jedem Auftreten von starkem Durchfall der Mineral- und Salzhaushalt des Körpers wieder auf Vordermann gebracht wird. Positiv dazu beitragen kann es, wenn Betroffene sehr viel Flüssigkeit in Form von stillem Wasser, ungesüßten Getränken, Kräutertee oder auch Gemüsebrühe zu sich nehmen. Die Aufnahme von Zwieback und Salzstangen, Bananenbrei, geriebenen Äpfeln oder Heidelbeeren kann den Durchfall auch hemmen. Auch ein paar Stücke Zartbitterschokolade können jetzt helfen. 

Ein paar Tage lange sollte schwer verdauliches Essen unbedingt verzichtet werden, dazu gehören fetthaltige oder stark gezuckerte Lebensmittel. Aber auch zu viel Eiweiß kann jetzt kontraproduktiv wirken. Geht es langsam an und vertraut auch eurem eigenen Geschmack!

Wann müssen Schwangere mit Durchfall zum Arzt?

Prinzipiell sollten Schwangere nie lange zögern, wenn sie ihren Arzt im Krankheitsfall konsultieren wollen. Sicher ist sicher. Aber so lange kein Fieber im Spiel ist, blutiger Stuhlgang oder Schmerzen, muss man sich auch keine Sorgen um das Baby machen. Es wird gut versorgt, trotz Durchfall.

Wenn eine Schwangere den Durchfall nicht auf natürlichem Wege bändigen können, kann sie in Absprache mit ihrem Arzt auf Kohletabletten zurückgreifen, die eine stopfende Wirkung haben und gleichzeitig den Eisengehalt des Körpers verbessern. 

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