Zahnpflege

Zahnpflege: So schützt du deine Zähne in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sind Zähne und Zahnfleisch empfindlich. Deshalb ist Zahnpflege noch wichtiger. Und Zahnarztbesuche stehen an.

In der Schwangerschaft ist die richtige Zahnpflege besonders wichtig.
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In der Schwangerschaft ist die richtige Zahnpflege besonders wichtig.

Hormone machen das Zahnfleisch in der Schwangerschaft locker

Jedes Baby kostet einen Zahn? Das ist zum Glück nur ein Ammenmärchen – mit einem Funken Wahrheit. Denn die Schwangerschaftshormone Progesteron und Östradiol erweitern die Gefäße des Zahnfleischs und machen es empfindlich. Es wird locker. So haben Plaque-Bakterien leichtes Spiel: Sie können in die Schleimhäute eindringen, sich vermehren und Giftstoffe produzieren. Das führt zu Entzündungen, die sich durch Blutungen oder Schwellungen bemerkbar machen. Werden sie nicht behandelt, kann es sein, dass das Zahnfleisch zurückgeht und die Zähne locker werden. Der Zahnarzt spricht dann von Paradontitis. Die ist bei Schwangeren heute – dank der Zahnpflege – selten.

Bei der Vorstufe, den Zahnfleischentzündungen, sieht das anders aus. "Bei mehr als der Hälfte der Schwangeren tritt die sogenannte Schwangerschaftsgingivitis auf", erklärt Prof. Dr. Brita Willershausen von der Universität Mainz. Ihr Rat: "Putzen Sie deshalb ruhig häufiger als dreimal am Tag Ihre Zähne und verwenden Sie dabei eine Bürste mit weichen Borsten." Denn bei harten Borsten werden oft die Stellen gemieden, die schmerzhaft sind und schneller bluten. Aber genau dieses Nichtputzen macht's nur noch schlimmer.

Wichtig: Zahnseide und Mundspülung

Bei der Zahnpasta reicht eine normale Erwachsenenpasta mit 1.000 ppm Fluorid. "Manche enthalten Kräuterextrakte oder Ähnliches – das ist Geschmackssache und hat keinen Einfluss auf die Zahnfleischentzündung", sagt die Expertin. Nach dem Zähneputzen reinigst du am besten auch deine Zahnzwischenräume – mit gewachster Zahnseide. Die führt seltener zu Verletzungen des Zahnfleischs als die ungewachste.

Zum Schluss empfiehlt Dr. Willershausen eine Mundspülung. "So entfernen Sie die Reste, die Sie mit der Zahnseide gelöst haben. Gut ist hier eine fluoridhaltige Lösung." Schwangeren, die spucken müssen, rät die Expertin, den Mund mit Wasser auszuspülen. Damit verschwindet die Magensäure von den Zähnen und der Zahnschmelz wird geschützt. Die Zähne putzen solltest du erst 30 Minuten später.

Zweimal zum Zahnarzt

Am besten gehst du zweimal zum Zahnarzt: Das erste Mal, sobald du von deiner Schwangerschaft erfahren hast. Der Arzt kontrolliert Zähne und Zahnfleisch und gibt Tipps für die Mundhygiene.

Das zweite Mal steht der Zahnarztbesuch etwa im achten Monat an. "Wenn Sie aber unter Zahnfleischbluten leiden, können Sie alle drei Monate zur Kontrolle gehen", erklärt Dr. Willershausen.

Autorin: Irlana Nörtemann

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