Vielleicht findet ihr unter den Babynamen 2022 ja auch euren Favoriten?
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Vielleicht findet ihr unter den Babynamen 2022 ja auch euren Favoriten?

In jedem Jahr berechnet Hobbynamensforscher Knut Bielefeld die aktuellen Vornamen-Trends. "Für 2022 liegen natürlich noch keine auswertbaren Daten vor, aber eine Prognose mittels Trendberechnungen zeigt schon, welche Vornamen aufsteigen und welche absteigen werden", schreibt er auf seiner Website beliebte-vornamen.de. Der Namensliebling Hannah hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf Platz drei verabschiedet. Bei den Jungen gab es auf Platz eins keine Überraschung. Lest hier genau nach, welche Babynamen 2022 voraussichtlich auf der Top-10-Liste stehen werden: 

Die beliebtesten Jungennamen 2022

  1. Matteo – Der Sieger bleibt Sieger. Seine biblische Bedeutung: "Geschenk Gottes".
  2. Noah – "Der Trostbringer" oder "der Beruhigende" rutscht von Platz 6 nach vorne. 
  3. Finn / Fynn – Ein skandinavischer Klassiker, übersetzt bedeutet er so viel wie "blond, weiß, hell". 
  4. Elias  – Der biblische Name ("Mein Gott ist Jahwe") ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. 
  5. Emil – Letztes Jahr noch Platz 10: "der Eifrige". 
  6. Leon – Die Kurzform von Leon(h)ard oder Leopold "der Löwe".
  7. Henri/ Henry – Heinrich, abgekürzt, bedeutet "der Mächtige".
  8. Theo – Noch eine Kurzform, und zwar von Theodor oder auch Mattheo, also übersetzt: "Geschenk Gottes".
  9. Luca – Neu in den Top 10 ist die Kurzform von Lucas / Lukas.
  10. Luis / Louis – Noch ein Neuling, der aus dem Spanischen kommt: "berühmter Kämpfer".

Die Prognose für Jungennamen 2022

Besonders spannend ist ja immer zu sehen, ob sich die Prognosen aus dem Vorjahr tatsächlich bestätigen. Erstaunlich, dass es dieses Jahr gleich drei Namen gibt – Ben, Paul und Felix – die bei der Aussicht auf 2022 noch dabei waren, auf der aktuellen Hitliste aber bislang gar nicht auftauchen. Dafür haben es drei neue Jungennamen in die Top Ten geschafft: Elias, Luca und Noah. Noch ist das Jahr aber ja nicht zu Ende. Mal schauen, was sich bei den Jungennamen 2022 noch so tut! 

  1. Ben
  2. Henri / Henry
  3. Matteo
  4. Paul
  5. Leon
  6. Theo
  7. Finn / Fynn
  8. Felix
  9. Emil
  10. Luis / Louis

Die beliebtesten Mädchennamen 2022

  1. Emilia – Die weibliche Form von Emil/Emilio bedeutet "die Eifrige" oder "die Ehrgeizige".
  2. Mia – Von Platz drei jetzt auf Platz zwei ist dieser Vorname eine Kurzform von Mirjam oder Maria und bedeutet "das Geschenk Gottes" oder "die Geliebte".
  3. Hanna / Hannah – Letztes Jahr der Sieger, bedeutet er "die Anmutige". 
  4. Sophia / Sofia – Wieder etwas hochgeklettert. Seine Namensbedeutung: "Tugend" oder "die göttliche Weisheit". 
  5. Emma – Der Name bedeutet "die Allumfassende", "die alles Überschauende" oder "die Große". Ein echter Klassiker, seit Jahren. 
  6. Ella – Was für ein Name: "die Schöne" oder "die Strahlende". Und schon seit Jahren auf den ersten 10 Plätzen.
  7. Clara / Klara – Letztes Jahr auch dabei. Aus dem Lateinschen übersetzt: "klar", "hell", "leuchtend" oder "glänzend".
  8. Lina – Neu in den Prognosen dabei: Er geht auf Karolina/Carolina zurück und steht für "die Sanfte". 
  9. Ida – Auch dieser Vorname wäre neu und dahinter verbirgt sich "die Weise" oder "die Seherin".
  10. Lea / Leah – Voraussichtlich auch wieder dabei: Er stammt aus dem Hebräischen und bedeutet "die Löwin". 

Die Prognose für Mädchennamen 2022

Auch bei den Mädchennamen haben sich 2022 bereits drei neue Namen auf die Hitliste geschlichen: Ida, Lea / Leah und Sophia / Sofia mischen nun mit um den Titel "beliebteste Mädchennamen 2022". Leni, Frida / Frieda und Mathilda sind hingegen nicht mehr dabei. Mal schauen, ob sie im Laufe des Jahres doch noch auf die Liste der angesagtesten Babynamen 2022 schaffen. 

  1. Ella
  2. Hannah / Hanna
  3. Emma
  4. Emilia
  5. Lina
  6. Leni
  7. Clara / Klara
  8. Mia
  9. Frieda
  10. Mathilda

Trendnamen sind häufig in aller Munde. Was ist aber eigentlich mit unbeliebten Vornamen? Dieser Frage ist eine Umfrage von YouGov nachgegangen. Hier kommt die Hitliste mit Namen, die Eltern ihren Kindern nicht geben wollen: 

Adolf: Mit 89 Prozent landet dieser Name auf Platz 1 der schlimmsten Vornamen. Warum, das kann man sich ja sicherlich denken ...

Chantal: Über "SchantallSchakkeline, Schastin und Käwinn" gibt es mitttlerweile unzählige Witze. In der ehemaligen DDR war Chantal lange Zeit ein beliebter Name – die Aussprache mit ostdeutschem Akzent führte leider dazu, dass der Name immer mehr ins Lächerliche gezogen wurde. 81 Prozent würden ihr Kind nicht so nennen. 

Kevin: Dieser Name ist wohl das männliche Pendant zu Chantal. "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose" – dieser Satz stammt aus einer wissenschaftlichen Untersuchung der Universität Oldenburg. Sie zeigt, dass Leher Namen wie Kevin, aber auch Chantal, Mandy oder Justin mit Leistungsschwäche und Verhaltensauffälligkeiten assoziieren. Dieses Phänomen hat sogar einen Namen – "Kevinismus". Kein Wunder also, dass 80 Prozent der Befragten diesen Namen für ihr Kind ablehnen. 

Alexa: Platz 4 ist durchaus ein wenig überraschend. Denn Alexa war lange Zeit ein beliebter Name ... bis Amazon entschied, seinen Sprachassistenten so zu nennen. Seither führt der Name dazu, dass Kinder gehänselt werden udn von ihren Mitschülern Befehle erhalten. Jüngst entschied sogar ein Gericht, dass ein Mädchen sich deshalb einen neuen Namen zulegen durfte. 79 Prozent würden ihr Kind nicht Alexa nennen. 
Mandy: Mit 77 Prozent liegt auch dieser Vorname weit vorne bei den unbeliebtesten Namen. Allerdings nur in Deutschland. In englischsprachigen Ländern wie den USA oder England wird er nach wie vor gerne vergeben. 

Jacqueline: Auch "Schakkeline" hat ihren Ruf weg ... 76 Prozent sind sich einig, dass ihr Baby diesen Vornamen unter keinen Umständen tragen soll. 

Greta: Greta gehört wie Alexa zu den eher überraschenden Namen. Sprachwissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Abneigung auf die Umweltaktivistin Greta Thunberg bezieht. Und da die ja sehr polarisiert, würden 75 Prozent Abstand von diesem Mädchennamen nehmen. 

Justin: Ein Name, der in einer Hitliste unbeliebter Namen zu erwarten war: Der stark stigmatisierte Jungenname "Schastin" kommt 75 Prozent der befragten nicht ins Haus. 

 

Und das waren die beliebtesten Babynamen im letzten Jahr:

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