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Baby liegt. Baby schreit. Baby auf dem Arm. Baby ruhig. Mama läuft auf und ab. Baby schlummert. Mama setzt sich. Mit Baby auf dem Arm! Baby schreit wieder. Mama steht wieder auf. Läuft weiter. Schuckelt. Baby ruhig. Baby schläft. Baby wird abgelegt. Baby wach. Baby schreit. Diese nervenaufreibende Abfolge konnte ich bei allen drei Söhnen gleichermaßen beobachten. Sie liiiiebten es, als winzige Säuglinge herumgetragen zu werden. Aber auf dem Arm und sitzen? Och nö, Mama! Auch noch später war der Schlaf in der Trage immer einer der entspanntesten. Ich weiß noch genau, wie ich meinen Großen gefühlt durch die komplette Elternzeit getragen habe: Zwölf Monate eingepackt in meine treue Manduca*, immer mindestens drei Tüten voller Drogerie-Einkäufe im Schlepptau, Rucksack auf dem Rücken, im überfüllten 104er-Bus. Ganz ehrlich, mein Beckenboden hat es mir in dieser Zeit nicht unbedingt gedankt. Der kleine Mann schon. Und selbst heute wollen meine zwei- und vierjährigen Jungs noch regelmäßig auf meinen Arm hüpfen, von oben alles ganz genau beobachten und natürlich kuscheln. Ja, und tatsächlich auch bitte sehr gern im Stehen, NICHT im Sitzen. Warum ist das so? Was ist bloß so beruhigend an der Kombi Tragen und Herumlaufen?
Studie verrät: Herumtragen beruhigt – und das ist lebenswichtig!
Schon mal vorab: Kein Baby zieht diesen scheinbaren Zirkus durch, weil es seine Eltern ärgern will. Von solchen Absichten sind Kinder im ersten Lebensjahr noch weit entfernt. Vielmehr handelt es sich bei diesem Verhalten um eine ursprünglich lebenswichtige Funktion des Körpers. Forschende in Japan fanden heraus, dass sich Babys im ersten halben Jahr sehr schnell beruhigen, wenn sie hochgenommen und herumgetragen werden: Sie hörten auf zu weinen, Puls und Herzfrequenz verlangsamten sich und die Bewegung wurde insgesamt ruhiger. Und das hat einen lebenswichtigen Hintergrund, Stichwort: Fluchtreflex. Aus evolutionärer Sicht konnten Mütter ihre Kinder in einer bedrohlichen Situation so unbemerkt davontragen, wenn der Säbelzahntiger im Gebüsch lauerte. Das Baby machte in diesem Moment keinen Mucks, strampelte nicht, ganz instinktiv. Von dem rettenden Effekt dieser sogenannten Trageruhe profitieren tatsächlich viele Tierbabys. Die japanischen Wissenschaftler:innen konnten es beispielsweise auch bei Mäusen feststellen.
Auch wenn Eltern ihren Nachwuchs heute nicht mehr vor hungrigen Urzeit-Tieren verteidigen müssen, so ist dieses angeborene Verhalten der Kleinen ja doch auch ein bisschen praktisch. Immerhin wissen wir Eltern: Aufstehen beruhigt! Es gibt da eine Lösung! Auf wenn die nicht immer bequem für uns ist. Zum Beispiel um zwei Uhr nachts, wenn nichts hilft, außer das Baby durch das Schlafzimmer zu wackeln.
Diese drei Babytragen kann ich empfehlen:

Ergobaby Babytrage
- Für Babys ab fünf Kilo geeignet
- Ergonomisch geformt
- Niedliches Wal-Muster
- Wichtig: Unterstützt die natürliche Anhock-Spreiz-Haltung
- ca. 120 Euro, über Amazon

Manduca Babytrage XT All-In-One
- Gibt es in ganz unterschiedlichen Farben
- Ab 3,5 kg geeignet
- Mit Neugeborenem-Einsatz
- Unterstützt die M-Position
- Aus Bio-Baumwolle
- ca. 140 Euro, über Amazon

Minetom Baby Hüftsitz
- Perfekt für größere Babys und Kleinkinder bis 20 Kilo
- Verstellbar
- Hochwertiges Material und Polster für einen angenehmen Sitz
- ca. 30 Euro, über Amazon
Und wenn selbst das Herumtragen nicht mehr hilft ...
Wir Eltern spielen das Spiel der Evolution natürlich mit. Weint dieses süße Geschöpf, wollen wir es instinktiv sofort hochnehmen und beruhigen – auch wenn der Kaffee verlockend duftet oder das Bett ruft. Clever eingefädelt von der Natur. Aber klar ist auch: Das Allheilmittel für jedes Weinen ist das Herumtragen natürlich auch nicht. Wenn euer Kleines nicht zu beruhigen ist, solltet ihr checken, ob es Hunger hat, die Windel voll ist oder Fieber bzw. Schmerzen hat. Und ja, es gibt sie natürlich auch, die Babys, die viel lieber im Kinderwagen spazieren gehen als in der Trage abzuhängen.