Das große Krabbeln!

Wir gehen in die Krabbelgruppe

Wenn die Knirpse in einer Krabbelgruppe aufeinandertreffen, geht’s rund! Was bei den Treffen passiert, an welche Regeln Eltern sich halten sollen und wie man eine geeignete Gruppe findet.

Kontaktbörse für Kleine

Schon Babys sind von Spielkameraden fasziniert. Und mit Mama oder Papa in Reichweite, lernen die Kleinen in einer Krabbelgruppe spielerisch, auf andere Kinder und Erwachsene zuzugehen, sagt Gerda Uhl, Bereichsleiterin für Mutter-Kind-Arbeit des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Das gibt kleinen Kindern Selbstvertrauen. Ganz nebenbei sammeln sie ihre ersten sozialen Erfahrungen, diese frühen Kontakte sind ein prima Training für den Kindergarten.

Übrigens: Mit etwa vier bis sechs Monaten sind die Kleinen fit genug für die Krabbelgruppe.

Die Erwachsenen gewinnen bei den gemeinsamen Spielen Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern und lernen viel über die Entwicklung ihrer Sprösslinge. Eltern bekommen außerdem jede Menge Anregungen für Spiele, die sie auch zu Hause umsetzen können. Müttern und Vätern dient die Krabbelgruppe aber auch zum gegenseitigen Austausch. Sie können sich bei anderen Eltern Rat holen oder einfach nur mit jemandem reden. Oft entstehen dabei Freundschaften, die ein Leben lang halten.

Der Spaß ist Programm

Toben, lachen, kuscheln, spielen, singen, basteln – je nach Alter und Leiterin variiert der Ablauf von Gruppe zu Gruppe. Bei einigen ist die Gestaltung völlig frei. Die meisten haben allerdings ein festes Programm, das den Kindern Sicherheit vermittelt: Ein Begrüßungslied stimmt die Kinder und Erwachsenen auf die gemeinsame Stunde ein. Je nach Alter folgen Finger-, Strampel- und Bewegungsspiele, die den Kleinen Spaß machen und bei denen sie nebenbei viel lernen. Zwischendurch ist Zeit zum Singen und Basteln und für eine gemeinsame Brotzeit. Ein festes Abschiedsritual beendet das Treffen der Spielgruppe.

Einjährige begeistern vor allem Versteckspiele. Zwei- oder Dreijährige sind schon anspruchsvoller; dafür brauchen sie nicht mehr ständig die geballte mütterliche Fürsorge. Sie wollen lieber alleine etwas ausprobieren. Wichtig ist, dass Eltern sich von ihren Minis leiten, sich etwas von ihnen erklären lassen und nicht immer alles besser wissen wollen, sagt Gerda Uhl. Dafür gibt es in vielen Gruppen das so genannte freie Spiel – entweder zu Beginn des Treffens, um die Kinder einzustimmen, oder am Ende, wenn sie ihre Scheu verloren haben.

Kein Wettkampf, bitte!

"Wann hat dein Baby zum ersten Mal durchgeschlafen?" Wenn viele Kinder zusammenkommen, wird automatisch verglichen. Doch die Krabbelgruppe soll kein Wettkampf sein und Eltern sollten sich nicht unter Leistungsdruck setzen. Die Kinder lernen im Spiel mit anderen ganz nebenbei ganz viel dazu!

So viel kosten die Treffen

Die Beiträge variieren von Gruppe zu Gruppe. In manchen Mutter-Kind-Gruppen ist die Teilnahme kostenlos, andere verlangen einen Unkostenbeitrag pro Treffen oder einen pauschalen Mitgliedsbeitrag.

Spielgruppe gesucht?

Krabbel- oder Spielgruppen werden zum Beispiel angeboten von Hebammenpraxen, Sportvereinen mit Familienprogramm oder kirchlichen Einrichtungen wie Diakonie oder Caritas. Auch der Kinderarzt weiß möglicherweise von Treffs in der Umgebung.
In vielen Städten und Gemeinden gibt es auch Gruppen für jüngere und ältere Kinder. Denn auch eine gemischte Gruppe kann für beide Seiten sinnvoll sein: Wo Kinder verschiedenen Alters zusammen sind, lernen größere Rücksicht auf kleinere zu nehmen und jüngere schauen sich viel von den älteren ab.

Teile diesen Artikel: