Tee schmeckt nicht nur gut, er kann Babys auch bei kleineren Beschwerden Linderung verschaffen.
© Foto: Getty Images/F.J. Jimenez
Tee schmeckt nicht nur gut, er kann Babys auch bei kleineren Beschwerden Linderung verschaffen.

Ab wann dürfen Babys Tee trinken?

Solange Babys voll gestillt werden oder Fläschchenmilch kriegen, brauchen sie keinen Tee. So sind sie perfekt genährt und ausreichend hydriert. "Es sei denn, sie haben Bauchweh – dann kann man ihnen ein paar Löffel Fencheltee anbieten", ergänzt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annett Hilbig. Aber mehr als ein paar Löffel sollten es im Säuglingsalter nie sein. Und am besten in Absprache mit eurem Kinderarzt oder der Hebamme. 

Habt ihr schon mal von einer Wasservergiftung bei Babys gehört? Diese Infos können leben retten. 

Erst mit Beikostreife bzw. mit der Einführung des dritten Breis können Kinder ungesüßten (!) Kräuter- und Früchtetee aus Teebeuteln oder losen Mischungen trinken. Dafür bieten Hersteller spezielle Babytees an, die etwas strenger auf Schadstoffe geprüft werden. Wann ein Kind welchen Tee trinken kann, verrät der Altershinweis auf dem Etikett.

Hinweis: Am besten ist es, das Baby an Wasser als Getränk zusätzlich zur Beikost zu gewöhnen. Tee sollte eher ein ergänzendes Getränk sein. 

Welcher Tee ist für Babys ungeeignet?

Manche Heilkräutertees wie Fenchel oder Kamille enthalten ätherische Öle, die Babys nur ab und zu bekommen sollten, zum Beispiel bei Beschwerden. Pfefferminztee ist tabu! "Das Kraut enthält zum Teil hohe Mengen an Menthol, das Atemprobleme verursachen kann", erklärt Annett Hilbig. Auch Schwarztee, Grüntee und Weißen Tee vertragen die Kleinen nicht.

Wichtig: Tee für Babys am besten auf Körpertemperatur kühlen, damit sich das Kleine beim Trinken nicht verbrüht. Und Tee bitte möglichst nicht im Fläschchen, sondern im Becher geben. Dauernuckeln kann Karies verursachen!

Ein No-Go für Babys (und auch Kleinkinder) sind übrigens fertige Tee-Saft-Getränke, zum Beispiel aus der Drogerie. Vor ihnen warnt auch die Stiftung Warentest, denn sie stecken voller Zucker, der Karies und Übergewicht fördert. Plus: Die Kleinen gewöhnen sich schnell an die unnatürliche Süße  – und wollen immer mehr ... 

In diesem Artikel lest ihr, wie der Wechsel vom Fläschen zum Becher funktionieren kann: 

Tee für Kinder

Kinder dürfen alle Früchte- und Kräuterteesorten trinken – nur nicht Pfefferminze. Und erst im Schulalter ist eine kleine Tasse Schwarz- oder Grüntee okay. Aber vielen Kindern schmeckt der Tee gar nicht, weil er für sie zu bitter ist. Bei den Teesorten für die Kleinen kann man gerne durchwechseln. Wenn Mama oder Papa dem Getränk einen fantasievollen Namen gibt, wie zum Beispiel Feen- oder Monstertrunk, schmeckt es gleich noch besser.

Wichtig ist, dass der Tee Körpertemperatur hat und ungesüßt ist. Gekaufter Eistee zählt übrigens als Süßigkeit, wenn er Zucker enthält. Kinder wollen oft das trinken, was Mama und Papa trinken – bei Tee ist das nicht anders. Wenn Eltern eine Kanne ungesüßten Früchte- oder Kräutertee kochen und auf den Tisch stellen, können sich davon alle bedienen. 

Die richtige Tee-Zubereitung

"Das ist einfach", weiß Ernährungsexpertin Annett Hilbig. "Zuerst frisches Wasser kochen, bis es sprudelt, dann einen Tee in einer Tasse oder in einer Kanne damit aufgießen und mindestens fünf Minuten ziehen lassen." Bei manchen Sorten, wie zum Beispiel Grüntee, ist es wichtig, das gekochte Wasser vor dem Aufguss auf eine bestimmte Temperatur abkühlen zu lassen. Die ideale Aufguss-Temperatur und Ziehzeit ist von Tee zu Tee unterschiedlich. Eine Empfehlung steht auf der Verpackung. "Wie lange ein Tee ziehen sollte, hängt aber auch vom persönlichen Geschmack ab: Wer es intensiver mag, lässt den Beutel einfach ein paar Minuten länger drin", rät Cordelia Kraft. Gerade bei Schwarztee heißt es: Je länger er zieht, desto kräftiger schmeckt er.

Selbstgemachter Eistee – auch für Babys und Kleinkinder

Ein Erfrischungsgetränk für die Familie, das Eltern auch prima daheim machen können, ist Eistee. "Einfach eine größere Menge Kräuter- oder Früchtetee mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen und abkühlen lassen. Mit Eiswürfeln und Früchten servieren – fertig", empfiehlt Cordelia Kraft. "Ungesüßt ist das eine tolle und gesunde Alternative zum gekauften Eistee." Und der schmeckt selbst schon den Kleinsten, ab Beikost-Alter. 

Lade weitere Inhalte ...