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Periodenunterwäsche: 11 gute Gründe FÜR Menstruationsslips

Sie sind ein immer größer werdender Trend: Periodenslips stellen mittlerweile viele Marken her. Redakteurin Astrid hat sich durch verschiedene Modelle getestet und weiß jetzt, warum für sie Menstruationswäsche eine ernstzunehmende Alternative ist.

Periodenpanties sehen auf den ersten Blick aus wie ganz normale Unterhosen.
© Foto: iStock/Azat_ajphotos
Periodenpanties sehen auf den ersten Blick aus wie ganz normale Unterhosen.

Ich menstruiere seit mittlerweile 23 Jahren. Minus zwei Schwangerschaften plus folgende Stillzeiten. Macht rund zwei Jahrzehnte, die ich nun schon mit meiner Periode zu tun habe. Zum Glück kann ich sagen, dass ich nie sonderlich viele Menstruationsprobleme hatte. Mein Zyklus war meist sehr regelmäßig und verlief ohne riesengroße Stimmungsschwankungen, PMS oder Regelschmerzen. Und ja, auch ich feiere die fortlaufende Enttabuisierung unserer monatlichen Blutung und die damit einhergehende Vielfalt der Menstruationsprodukte. Für jede ist etwas dabei: von der oldschool Binde, über den all-time-favorite Tampon bis hin zu den Newcomern Menstruationstasse und Periodenunterwäsche. Letztere habe ich in den letzten Monaten etwas genauer unter die Lupe genommen. Und ich muss sagen, ich bin Fan geworden. Nicht zu 100 Prozent. Aber ich würde sagen, zu 90 Prozent bin ich auf Periodenunterwäsche umgestiegen. Hier kommen meine persönlichen Gründe, warum ich Menstruationsslips ziemlich praktisch finde und wie genau sie überhaupt funktionieren. 

Kein Gang zur Drogerie mehr!

Mist, mal wieder vergessen, rechtzeitig Tampons zu kaufen!? Das kann euch mit Periodenunterwäsche nicht mehr passieren. Die wartet einfach brav in der Wäscheschublade auf ihren monatlichen Einsatz.

Viel weniger Müll!

Mit Periodenpanties entsteht so gut wie kein Müll. Außer natürlich die ursprüngliche Verpackung. Und ja, irgendwann muss man die Slips natürlich entsorgen und durch neue ersetzen, aus hygienischen Gründen. Hersteller raten nach etwa zwei Jahren dazu. Aber in der Zeit hätte Frau bereits bis zu 500 Tampons verbraucht ...!

Keine blutigen Unfälle mehr VOR den Tagen ...

Euer Zyklus kommt nicht immer überpünktlich? Sondern auch gern mal früher? Dann kann ein Menstruationsslip einfach schon angezogen werden. Provisorisch. Tampon oder Menstruationstasse auf Glück reinschieben? Eher weniger ratsam. 

Gemütlich für die leichten Tage

Kein drückender Tampon, kein unangenehmes Einführen. Gerade für die leichteren Tage ist Menstruationswäsche super praktisch, da sie so schön komfortabel ist. Da zwickt und zwackt nichts.

Hübsche Styles

Von wegen bieder! Mittlerweile gibt es so viele Firmen, die Periodenunterwäsche auf den Markt gebracht haben. Mit Spitze oder ohne. In allen erdenklichen Farben, sogar Nude! Schnitte und Styles sind so vielfältig, von High-Waist bis hin zu Strings. Und wusstet ihr, dass es sogar Badeanzüge und Bikinis mit eingebauter Periodenfunktion gibt (zum Beispiel von Modibodi)?

Mehr Kontrolle über den eigenen Körper

Klingt vielleicht erst mal gewöhnungsbedürftg, aber ich spüre mit Periodenpanties viel besser, wann, wie und wie viel ich blute als mit Tampon oder Tasse. Denn wusstet ihr zum Beispiel, dass die Farbe der Regelblutung sehr viel über euren Gesundheitszustand aussagen kann? Kräftig rotes Blut ist zum Beispiel ein gutes Zeichen. Leicht bräunlich ist es meist am Anfang und am Ende der Tage. Sieht es hingegen orange-gräulich aus, kann das ein Indiz für eine Infektion sein und ihr solltet unbedingt beim Frauenarzt vorbeischauen. 

Kein Risiko durch das TSS!

TSS steht für Toxisches Schocksyndrom, eine Infektionserkrankung, die zwar selten auftritt, aber wenn dann oft im Zusammenhang mit Tampons oder Menstruationstassen. Denn die Erreger gelangen über das Einführen in den Körper der Frau. Ist dessen Immunsystem nicht durch ausreichende Antikörper geschützt, kann die Infektion mitunter einen schwerwiegenden Verlauf nehmen. Typische Symptome: Kopfschmerzen, Schwindel, Blutdruckabfall, hohes Fieber und manchmal auch sonnenbrandähnlicher Hautausschlag. Mehr Infos zu TSS findet ihr auf der Website des Berufsverbands der Frauenärzte

Periodenslips lassen sich gut kombinieren

An den wirklich starken Tagen kann ich nur zur Kombi raten: Wer auf Nummer sicher gehen will, und wenn es nur fürs Gefühl ist, sollte zusätzlich einen Tampon oder ein Menstruationstasse nutzen. Vor allem nachts ist das an den zwei stärksten Tagen eine gute Idee. Dann ist auch kein Bettenwechsel nötig. 

Sau(g)stark

Ein normaler Periodenslip ist so saugstark wie zwei bis drei normale Tampons. Die saugstärksten Panty-Varianten halten sogar so viel wie fünf Tampons. Ein Tag im Büro kann also auch ohne Wechseln locker überstanden werden. 

Alternative fürs Wochenbett

Selbst wusste ich zu der Zeit leider noch nicht von dieser nachhaltigen Alternative, aber gebe sie hier gern an Schwangere bzw. Neu-Mamis weiter: Saugstarke Periodenunterwäsche kann auch für den Wochenfluss benutzt werden. So habt ihr keine Massen an Wegwerfprodukten im Müll! Aber: Es ist natürlich auch ein To-do mehr, sie zu waschen. Schaut am besten, wie fit ihr euch in den ersten Tagen fühlt. Es ist vielleicht eher eine Idee für die spätere Zeit im Wochenbett, wenn die Blutung auch nicht mehr so stark ist. 

Bei Inkontinenz nach der Geburt

Nicht wenige Frauen leiden nach der Schwangerschaft unter Blasenschwäche. Fast jede fünfte Frau hat nach der Geburt Schwierigkeiten, den Urin zu halten. Für das "Nummer-sicher-Gefühl" empfehlen viele Periodenunterwäschen-Hersteller ihre Höschen auch für dieses Problem.

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