Vormittags arbeiten, nachmittags Kinder bespaßen und aufräumen: Für viele Mütter Alltag!
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Vormittags arbeiten, nachmittags Kinder bespaßen und aufräumen: Für viele Mütter Alltag!

Kochen, aufräumen, Wäsche waschen, Pausenbrote schmieren, bei den Hausaufgaben helfen, Geburtstagsgeschenke für die Kinder organisieren, Elternabende besuchen – all diese Aufgaben werden in den meisten Familien von den Frauen organisiert. Und dabei kommen ganz schön viele Stunden zusammen. Im Schnitt arbeiten Mütter ganze 98 Stunden pro Woche. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des US-amerikanischen Unternehmens Welch. Befragt wurden 2.000 Frauen mit Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren. In diesen Familien beginnt der Tag durchschnittlich um 6.23 Uhr und endet um 20.31 Uhr. Die Mütter haben also eigentlich zwei Vollzeit-Jobs und machen auch noch Überstunden. Und das Woche für Woche, Jahr für Jahr ... ohne Bezahlung und große Anerkennung. Denn häufig wird dieses Engagement als selbstverständlich hingenommen.

80 Prozent der Care-Arbeit wird von Müttern geleistet

Natürlich lassen sich diese Aussagen nicht pauschalisieren. In vielen Familien ist es ja auch so, dass der Vater Vollzeit arbeiten geht und die Mutter daher anfallende Arbeiten zu Hause übernimmt. Und es gibt garantiert auch unzählige Papas, die sich nach ihrem Job gerne um die Kids kümmern und im Haushalt helfen. Dennoch: Studien zufolge wird die Care-Arbeit in Deutschland zu 80 Prozent von Müttern geleistet – neben Teilzeit- und Vollzeitjobs wohlgemerkt. Ein ganz schönes Ungleichgewicht! 

Genau deshalb gibt es den "Equal Care Day". Seit 2016 rückt der Aktionstag am 29. Februar die sonst so beiläufigen To-dos rund um Kinder und Haushalt in den Vordergrund und soll für mehr Wertschätzung, eine gerechte Rollenverteilung und eine faire Bezahlung einstehen. Der 29. Februar wurde bewusst gewählt, da dieser Tag – wie die Care-Arbeit auch – so oft übergangen wird.

Wir von der Redaktion wünschen euch (allen Mamas und auch Papas), dass ihr euch für eure Arbeit angemessen wertgeschätzt fühlt – und zwar nicht nur an einem Tag im Jahr! 

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