Fürs Kind da sein

Du kannst deinem Kind mal wieder nichts recht machen? Was dann hilft!

Oh nein, jetzt habt ihr schon wieder die Jacke falsch herum aufgehängt. Oder die Banane an der falschen Seite aufgemacht. Was folgt, ist ein Wutanfall eures kleinen Lieblings. Doch was steckt wirklich dahinter?

Dem Kind nichts recht machen können
© iStock/milosbataveljic
Für das Kind da zu sein hilft am besten, wenn ihr ihm mal wieder nichts recht machen könnt.

Das kennt ihr bestimmt alle. Eben war noch alles in Ordnung, doch dann passiert es: Ihr macht einen, wie es scheint, unverzeihlichen Fehler – weil ihr beispielsweise den Apfel "falsch" aufschneidet oder den Luftballon "falsch" zuknotet. Euer Kind bekommt einen Wutanfall. Wie ihr dann am besten reagiert und was tatsächlich hinter diesem Verhalten steckt, lest ihr hier. 

Es geht nicht um den Apfel oder den Luftballon

Dani von "Friedvolle Mutterschaft" erklärt das bei Instagram wie folgt: In diesen klassischen Momenten geht es nicht wirklich um den Apfel, die Banane oder den Luftballon. Daher hilft es auch nicht, wenn wir mit Erwachsenenlogik daherkommen, den nächsten Apfel bringen oder einen weiteren Luftballon "richtig" zuknoten. Denn es geht um etwas ganz anderes. 

Das Kind will gesehen werden

Wenn ein Kind außer sich ist und weint, müssen wir ihm nicht erklären, warum es etwas nicht darf, und wir müssen auch nicht den nächsten Luftballon holen. 

Solche Situationen dienen laut Dani dem Kind, "seine Gefühle rauszulassen. Es ist dann Zeit für diesen emotionalen Ausdruck." Oftmals steckt beim Kind ein gewisser Frust dahinter. Zum Beispiel, dass es etwas noch nicht so gut oder schnell kann oder nicht selbst bestimmen darf. Mitunter müssen die Gefühle auch einfach mal raus, weil es eine anstrengende Kita- oder Schulwoche hinter sich hat. 

Dani erklärt, dass wir mit diesem Wissen viel besser auf das wirkliche Bedürfnis unseres Kindes eingehen können, ohne dem Apfel, oder was auch immer es gerade ist, zu viel Aufmerksamkeit zu widmen. Wenn wir verstehen, dass unser Kind einfach nur frustriert oder erschöpft ist, können wir es viel besser auffangen und unterstützen, indem wir einfach liebevoll da sind und Verständnis zeigen, statt zu diskutieren, uns zu zoffen und gegenseitig hochzuschaukeln.

Das Reel von Dani seht ihr hier:

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