Promi-Interview

Wolke Hegenbarth will kein zweites Kind – und zwar aus Liebe!

Wolke Hegenbarth erzählt uns im Interview von den Höhen und Tiefen des Mutterseins und über die Fähigkeit ihres Sohnes, sie ins Hier und Jetzt zu holen. Dennoch erzählte sie kürzlich, dass ihre Beziehung wohl kein zweites Kind aushalten würde …

Wolke Hegenbarth hat einen Sohn, der Kleine heißt Avi.
© Foto: privat
Wolke Hegenbarth hat einen Sohn, der Kleine heißt Avi.

November 2022: Dass Elternschaft einem zeigt, wo die eigenen Grenzen liegen, hat Schauspielerin Wolke Hegenbarth im ersten Jahr mit ihrem Sohn Avi schnell gemerkt. Nicht nur körperlich, sondern auch mental ergaben sich vielerlei Herausforderungen. Auch extremer Schlafmangel spielte bei ihr eine große Rolle. Dadurch veränderte sich auch ihre Beziehung zu ihrem Partner Oliver Vaid nachhaltig. 

In einem aktuellen Interview mit dem "Spiegel" spricht Hegenbarth erneut Klartext über ihr erstes Jahr als Mutter. "Während des ersten Jahres mit Avi hatten wir im Grunde keine Beziehung!" Für Streit wären sie als Paar aber einfach zu müde gewesen. Kein Wunder: Ihr Sohn hat ein Jahr lang nicht mehr als zwei Stunden am Stück geschlafen. In schlimmen Phasen sei er alle 45 Minuten aufgewacht, so erzählt sie im Interview. WAHNSINN! Ein Geschwisterchen für Sohn Avi? Nun, das komme trotzdem nicht mehr infrage. Wolke sagt dazu: "Ich traue unserer Beziehung kein zweites Kind zu." Die beiden müssten sich ihre Liebesbeziehung erst langsam zurückerobern. Das komme schließlich nicht von selbst. Die zwei seien gerade erst dabei, daran zu arbeiten.

Emotionaler Insta-Post: "Wir sind beide einfach nicht der Typ fürs Aufgeben!"

4 Jahre als Paar und 3 Jahre als Familie: Zu diesem Anlass postete die deutsche Schauspielerin einen emotionalen Text auf Instagram – ein großes Dankeschön an ihren Mann:

"Dass wir uns beide nicht getrennt haben in den letzten 3 Jahren überrascht mich tatsächlich nicht – wir sind beide einfach nicht der Typ für Aufgeben. (..) Als Paar angetreten und zur Familie geworden, kann einfach alles passieren. Und wir zwei sind ein gutes Eltern-Team! Das Wort des einen gilt immer und wird nicht vom anderen hinterfragt. Wer auch immer gerade die Verantwortung für Avi hat, hat sie allein und ohne Einmischung des anderen. Was du kannst, kann ich auch. (Außer so gut kochen !). Du bis ein ebenso guter Vater wie ich Mutter bin. (Was auch immer das heißt). Diese Gleichberechtigung aber ist die echte Bereicherung in meinem Leben! Dir zu 100 % mit absolut allem vertrauen zu können, ist ein Geschenk. Ich bin keine Frau, die ohne Arbeit existieren kann und will. Du ermöglichst mir, meinen eher ungewöhnlichen Beruf weiter mit voller Leidenschaft auszuüben und auch neue Wege zu beschreiten. Nie würdest du dich mir in den Weg stellen, weil ich jetzt Mutter bin - und ich mich dir natürlich auch nicht (weil du jetzt Vater bist)! Freiheit als Grundwert unserer Beziehung. Individualität als hohes, zu schätzendes Gut. Happy Birthday auch uns. 4 Jahre als Paar und 3 Jahre als Familie."

September 2022: Mit einem sehr emotionalen Instagram-Post holt Wolke Hegenbarth bestimmt einige von uns ab. Das erste Jahr mit Baby war für sie "wirklich schwierig". Sie zweifelte beinahe an ihrer Mutterrolle. Kam an einem Punkt an, den sicherlich viele Mütter mehr oder weniger nachfühlen können: "Du hast mich so viel mehr gebraucht, als ich geben konnte – und trotzdem habe ich es offenbar geschafft, dir alles Nötige zu geben", so schreibt die Schauspielerin sehr ehrlich anlässlich des dritten Geburtstages ihres kleinen Avis. Und resümiert heute: "Jede Minute Tragen, jede durchwachte Nacht hat sich gelohnt ... Dich aufwachsen zu sehen ist meine größte Freude ... Die Aufgabe, deine Mutter zu sein, macht mich zu der besten Version meiner selbst." Wow, was für schöne Worte einer prominenten Mama. Hier seht ihr den kompletten Post: 

Im folgenden Exklusiv-Interview (aus dem Mai 2021) lest ihr noch mehr über Wolke Hegenbarths Rolle als Mutter und Familienmensch: 

Was ist die größte Herausforderung für dich als Mama?

Für mich war die Umstellung von einem komplett selbstbestimmten Leben aufs Muttersein eine große Herausforderung. Das war ein krasser Umschwung, auf den ich mich nicht vorbereiten konnte. Da ist auf einmal dieser kleine Mensch, und alles dreht sich um ihn. Daran musste ich mich erst mal gewöhnen. Die Aufopferung, die von Müttern erbracht wird, finde ich einfach enorm. 

Was war die anstrengendste Phase, seitdem du ein Kind hast?

Definitiv das erste Jahr. Der Schlafentzug war eine Tortur, für mich und Oli. Mittlerweile schläft Avi durch. Die Erleichterung, die das bringt, ist unglaublich. Ich bin rückblickend erstaunt darüber, wie wir das gemeistert haben, auch wenn’s extrem anstrengend war. 

Welche Eigenschaften hat dein Sohn definitiv von dir geerbt?

© Foto: privat
Familienfoto mit Mann und Sohn in Kapstadt: Das Gesicht ihres Sohnes zeigt Wolke Hegenbarth nicht öffentlich.

Avi ist ein Sonnenschein-Kind, hat gerne viele Leute um sich, je mehr, desto besser (lacht). So bin ich auch. Und genau wie seine Eltern ist er gerne unterwegs. Als wir in Kapstadt am Flughafen angekommen sind, hat er sich gar nicht mehr eingekriegt. (Anm. der Redaktion: Im Frühjahr 2021 reiste die Familie nach Südafrika).

Was macht ihr am allerliebsten zusammen?

Im Moment sind Bagger ganz angesagt. Bei jeder Baustelle wird Halt gemacht, das ist schon witzig zu beobachten. Weil Avi alles zum ersten Mal erlebt, entdecke auch ich alltägliche Dinge für mich neu. Wir lesen auch gemeinsam viel. Im Moment ist "Kuckuck!" sein Favorit. 

Was hast du von deinem Sohn gelernt?

© Foto: privat
Wolke Hegenbarth genießt mit ihrem Sohn den Moment – so wie hier den Sonnenuntergang in ihrem Wohnort Berlin.

Ein Kind hat die einzigartige Fähigkeit, einen ins Hier und Jetzt zu holen. Gerade in dieser turbulenten Zeit habe ich es als hilfreich empfunden, mich auf den Moment zu besinnen und weniger Zeit am Handy zu verbringen. Ein Kind reißt einen völlig aus dem Zukunftsdenken raus, das ist schon befreiend. Daneben ist das größte Geschenk, wie ein Kind die Generationen zusammenbringen kann. Nicht nur Oli, Avi und ich sind eine Familie, wir sind alle näher zusammengerückt. Wenn ich Großeltern, Oli und Avi gemeinsam beim Spielen beobachte und sehe wie viel Liebe da ist, das empfinde ich als großes Glück.

Was hättest du gerne gewusst, bevor du Mutter wurdest?

Ein Kind zu haben ist eine immens große Verantwortung, das war uns auch vor Avis Geburt völlig klar. Mir fehlt aber dazu im Moment noch der differenzierte Diskurs über das Elterndasein. Gerade bei Müttern sprechen wir gerne über die guten Seiten, über das, was gerne auf Instagram gepostet wird. Aber wir sprechen kaum darüber, dass auch Mütter eigene Bedürfnisse haben dürfen. Darüber, dass es nach den Höhen auch Tiefen gibt und dass das völlig okay ist. Man bekommt viel, gibt aber auch viel und nicht immer steht das in einem ausgewogenen Verhältnis. 

Lade weitere Inhalte ...