Muttermilch effizient abpumpen

Elektrisch oder manuell: Welche Milchpumpe ist die richtige?

Ob Probleme beim Stillen oder der Wunsch nach mehr Flexibilität: Irgendwann kommen fast alle stillenden Mütter an den Punkt, dass sie sich mit dem Thema Milch abpumpen beschäftigen. Wir erklären die Vor- und Nachteile elektrischer und manueller Milchpumpen.

Mit Baby ist am Anfang alles neu: Wickeln, stillen, ja sogar an das Schlafverhalten muss man sich als frischgebackene Mama erst einmal gewöhnen. Aber keine Sorge: Mit der Zeit wird sich der Alltag immer mehr einspielen und du und dein Baby werdet die ein oder andere Herausforderung schon zusammen gemeistert haben.

Irgendwann kommt dann auch der Punkt, an dem sich viele Mütter wieder nach ein wenig mehr Freiheit sehnen. Sei es, um mit einer Freundin ungestört shoppen zu gehen, Sport zu machen oder sich beim Friseur endlich den rausgewachsenen Ansatz nachfärben zu lassen. Wenn du für diese Gelegenheiten Milch abpumpst, muss dein Baby nicht auf die wertvolle Muttermilch verzichten. Und der Papa freut sich bestimmt, wenn er die Fütterung übernehmen darf und dir so ein wenig Freiraum schenken kann. 

Auch bei gesundheitlichen Problemen kann eine Milchpumpe sehr hilfreich sein – sei es, weil du an einem Milchstau leidest oder vielleicht vorübergehend Medikamente einnehmen musst, die in die Muttermilch übergehen können.  

Wie du siehst, kann eine Milchpume dir die Stillzeit in vielerlei Hinsicht erleichtern. Nun musst du nur noch herausfinden, ob sich eine elektrische oder manuelle Milchpumpe für dich eignet. Wir zeigen dir alle Vor- und Nachteile auf einen Blick. 

Manuelle Milchpumpe: Vor- und Nachteile auf einen Blick

  • Eine Handmilchpumpe eignet sich für gelegentliches Abpumpen, wenn du z. B. mal ausgehen möchtest.
  • Wenn deine Milch gut fließt, wirst du beim Abpumpen vermutlich keine Probleme haben.
  • Wenn sich das Trinkverhalten deines Babys ändern sollte, weil es vielleicht krank ist oder der Milchappetit während der Beikosteinführung geringer wird, lässt sich mit einer Handmilchpumpe schnell und effizient abpumpen. So kannst du eine sehr volle Brust entleeren und riskierst keinen Milchstau.
  • Die Anschaffung einer Handmilchpumpe ist relativ preisgünstig. Gute Modelle gibt es schon um die 30 Euro.
  • Mit einer manuellen Pumpe musst du mehr Zeit einplanen. Und du kannst auch immer nur eine Brust zur Zeit abpumpen.
  • Dafür lässt sich mit einer Handmilchpumpe auch unterwegs relativ diskret Milch abpumpen.

Elektrische Milchpumpe: Vor- und Nachteile auf einen Blick

  • Eine elektrische Milchpumpe arbeitet schnell und effizient. Wenn du also häufiger abpumpen willst oder vielleicht sogar musst, wird sich eine Anschaffung lohnen.
  • Du hast die Möglichkeit, beide Seiten gleichzeitig abzupumpen. Manche Mütter nutzen aber auch die Zeit und pumpen nur eine Brust ab, während das Baby auf der anderen Seite gestillt wird.
  • Eine elektrische Milchpumpe ahmt das Saugverhalten des Babys nach, wodurch der Milchspendereflex ausgelöst werden soll. Sie ist daher häufig die erste Wahl, wenn Stillprobleme wie zum Beispiel eine geringe Milchproduktion vorliegen. Sie eignet sich grundsätzlich zur Anregung und Aufrechterhaltung der Milchproduktion, wenn das Baby längere Zeit nicht gestillt werden kann.
  • Eine elektrische Pumpe ist teurer in der Anschaffung als eine Handmilchpumpe. Gute Modelle gibt es ab ca. 150 Euro.
  • Eine elektrische Milchpumpe kann manchmal befremdlich auf die Mutter wirken, gerade am Anfang. Nicht selten fühlen sich Frauen dabei an eine Melkmaschine erinnert. Wenn die Mama sich beim Abpumpen sehr unwohl fühlt, kann es sogar passieren, dass der Milchspendereflex nicht ausgelöst wird und keine Milch fließt.
  • Wenn du beispielsweise wieder in den Job einsteigen willst oder mal ein Wochenende ohne dein Baby verbringen wirst, kannst du ohne Mühe große Mengen Mich auf Vorrat abpumpen.
  • Wenn du dein Baby nicht stillen kannst (aus welchen Gründen auch immer) und trotzdem mit Muttermilch versorgen möchtest, kannst du mit einer elektrischen Pumpe am einfachsten genügend Milch abpumpen.

Deine Meinung ist gefragt

Hast du dir vielleicht schon eine Milchpumpe zugelegt? Oder hast dich nach dem Lesen dieses Artikels für ein Modell entschieden. Verrate uns doch in der Abstimmung, ob es eine elektrische oder manuelle Pumpe geworden ist. Wir sind gespannt!

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