Kinderserie

"7 Dinge, die ich an Paw Patrol einfach nicht verstehe"

Paw Patrol erfreut sich bei Kindern großer Beliebtheit. Das trifft auf Eltern nicht unbedingt zu. Unsere Autorin schreibt hier eine (nicht ganz ernst gemeinte) Kritik mit einigen Punkten, die sie an der Kindersendung absolut nicht nachvollziehen kann.

Kinder lieben "Paw Patrol" (hier bei den Nickelodeon Kids' Choice Awards) – auch wenn manches nicht ganz logisch ist.
© Foto: Getty Images/Victor Chavez
Kinder lieben "Paw Patrol" (hier bei den Nickelodeon Kids' Choice Awards) – auch wenn manches nicht ganz logisch ist.

Ich muss das an dieser Stelle einfach mal loswerden: "Paw Patrol" ist so was von unlogisch. Findet ihr nicht? Große Beliebtheit der Kinderserie, von der es inzwischen auch einen Kinofilm gibt, hin oder her. Und ich will auch gar nicht sagen, dass immer alles logisch sein muss. Kinder sollen die Sendung ruhig schauen, dennoch kann ich manchmal einfach nur den Kopf schütteln. Warum? Das liste ich euch hier einmal auf:

1. Muss Ryder, der Junge in der Serie, nicht zur Schule?

Ryder hat den ganzen Tag Zeit, mit seinen Hunden "die Welt zu retten". Haben die Macher von Paw Patrol noch wie was von Schulpflicht gehört? Wohl sieht man Ryder mal, wie er Kindern hilft, zur Schule zu kommen. Ihn selbst sieht man aber nie in der Schule.

2. Auch Ryders Freundin Katie geht nicht zur Schule

Noch so ein Fall von frühreif bzw. verletzter Schulpflicht: Ryders Freundin Katie trägt eigentlich immer Rosa und arbeitet im Tiersalon, wo sie ständig Tiere badet. Muss auch sie nicht zur Schule?

3. Wo sind Ryders Eltern?

Als Junge im eigentlich schulpflichtigen Alter wohnt man doch in der Regel bei seinen Eltern. Doch Ryders Eltern tauchen – so weit ich weiß – nicht in der Sendung auf ...

4. Wer bezahlt für das Zuhause?

Wie kann sich bitte ein Kind alleine leisten, in einem Turm mit Blick aufs Wasser zu leben? Noch dazu ist sein "Haus" mit diversen Flat-Screen-Fernsehern ausgestattet, zudem mit Fahrstuhl und Rutsche. Außerdem haben Ryder und seine Hunde diverse Fahrzeuge, die sie sich nach Bedarf einfach für ihre Einsätze schnappen können. Obendrauf können sie Robohund als Chauffeur für Bus oder Flugzeug in Anspruch nehmen, wann immer ihnen danach ist.

5. Welches Kind hat SECHS (oder mehr) Hunde?

Ryder nennt die sechs Hunde in der Serie liebevoll seine "Fellfreunde". Doch auch dieser Part ist unlogisch für mich. Denn welches Kind hat wohl schon sechs Hunde (in der ersten Staffel. Später werden es noch mehr)?!

6. Hunde ersetzen die gesamte Infrastruktur ...

In Adventure Bay, der fiktiven Stadt, in der "Paw Patrol" spielt, gibt es weder eine Polizei- noch eine Feuerwache, keine Müllabfuhr, keine Fluggesellschaften, keine Baufirmen, keine offizielle Seenotrettung, keine Bergwacht. Alles überflüssig, wenn es Hunde (und Ryder) gibt, die diese Jobs übernehmen.

7. Müssen wirklich alle Erwachsenen Idioten sein?

Klar, die Serie ist für Kinder, Kinder sind also die Hauptfiguren. Es soll auch niedlich und witzig sein und Spaß machen. Das ist (zumindest aus Kindersicht) alles gegeben, aber warum werden die Erwachsenen als mehr oder weniger lebensunfähig, zumindest aber inkompetent dargestellt? Bürgermeisterin Gutherz ist ständig hysterisch. Mr. Porter, der Fahrer, fährt alles andere als sicher und bringt sich und seine Mitfahrer regelmäßig in Gefahr (auch unlogisch: Er ist zwar der Opa von Alex, aber wer die Eltern von Alex sind, weiß man nicht). Der Marinebiologe Käpt'n Turbot ist ein echter Tollpatsch ...

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