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Barbara Schöneberger

"Wie, du bist nicht ins PEKiP gegangen?"

TV-Moderatorin Barbara Schöneberger über Erziehungsfragen unter Müttern und den neuen Rhythmus mit zwei Kindern.

Sooo früh hast du dein Baby schon in den Kindergarten gegeben???!!!“ „Du bist nicht ins PEKiP gegangen???!!!“ – zwischen den Zeilen lese ich ein ganz klares „BIST DU WAHNSINNIG???!!!“ Und sogleich ist die Debatte eröffnet! Als Mutter sieht man sich schnell im Vergleich mit anderen Müttern und wird auch selbst entsprechend des eigenen erzieherischen Handelns bewertet. Aber der permanente  Abgleich, „Wie macht die das?“, „Macht die’s anders?“, nervt.

Gut, ich mache da manchmal auch mit. Zwangsläufig (es ist unmöglich, sich zu entziehen). Eigentlich muss man sich da raushalten oder drüber stehen oder drüber lachen, bestenfalls alles auf einmal. Ich versuche zumindest, einen eher gleichgültigen Eindruck zu erwecken.

Woher kommt dieser besondere Blick auf andere? Ich denke, viele Mütter finden sich einfach manchmal gegenseitig anstrengend. Mein Credo: Mach’s so, wie du’s für richtig hältst und lass dir in die Erziehung deines Kindes nicht reinreden! Starte ich ein Jahr nach der Geburt im Job durch, oder nach zwei Wochen; bleib ich zu Hause und verordne mir ein knallhartes Sportprogramm, um schnell schlank zu werden oder behalte ich meine Schwangerschaftspfunde – das soll doch jede Frau für sich entscheiden. Emanzipation bedeutet für mich, dass jede ihr Leben so leben kann, wie sie’s gern möchte.

Die größte Veränderung am Leben mit Kind? Man kann nicht mehr machen, was man will. Die größte Veränderung am Leben mit zwei Kindern? Man kann noch weniger machen, was man will. Ich habe keinen eigenen Rhythmus mehr, sondern tanze nach dem meiner Kinder. Und der ist eigentlich Tag für Tag derselbe. Abends eine Gute-Nacht-Geschichte, ein Lied und dann ab ins Bett. Das kenne ich aus meiner eigenen Kindheit. Und das war gut so! Kinder brauchen Rituale – und natürlich viel Liebe, Schlaf und Spiel!

Zur Person

Barbara Schöneberger (39) hat einen Sohn (3) und eine Tochter (10 Monate). Sie schauspielert, moderiert, singt und engagiert sich zudem als Botschafterin für die Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ von Pampers für UNICEF, die zum Ziel hat, Tetanus bei Neugeborenen zu besiegen. Im Rahmen ihres Engagements besuchte Barbara Schöneberger Madagaskar, um sich über die Fortschritte des Impfprogramms zu informieren.

Was Barbara Schöneberger in Madagaskar erlebt hat

Vom Hauptlager in Antananarivo starten die Impfdosen, die zuvor aus dem UNICEF-Zentrallager in Dänemark eingeflogen wurden, in die Gesundheitszentren. Zum Beispiel nach ...

Auf dem Weg nach Belo

... Belo, Region Menabe. Per Jeep macht sich Barbara Schöneberger mit den gekühlten Impfdosen - die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden, da sonst der Wirkstoff unbrauchbar wird - auf den Weg. Unterwegs trifft Barbara Schöneberger eine Gruppe Frauen, die an einem Wasserloch Wäsche waschen. Nach getaner Arbeit legen sie die 20 Kilometer zu ihrem Dorf zu Fuß zurück - mit Wassereimern im Schlepptau. Der Tümpel dient nämlich auch als Trinkwasserreservoir.

Flussüberquerung

Um nach Belo zu gelangen, muss der Jeep einen Fluss per Boot überqueren.

Die Impfdosen werden angeliefert

Die Impfdosen erreichen das Regionallager in Belo - das örtliche Krankenhaus -, wo die Impfdosen in Kühlschränken bei vier bis acht Grad Celsius gelagert werden.

Nur ein kleiner Piks

Die Spritze wird aufgezogen ...

Impfung

... und erreicht ihren endgültigen Bestimmungsort.

Hausbesuch

Barbara Schöneberger besucht in Belo auch Mütter wie Florentine zu Hause.

Gesundheitszentrum Tsimafana

Impftag im Gesundheitszentrum in Tsimafana. Die Mütter warten geduldig mit ihren Kindern auf die Impfung.

Baby wird geimpft

Die Kleinsten werden gegen Tetanus geimpft.

Gesundheitszentrum Beroboka

Barbara Schöneberger ist in Madagakar ganz nah dran ...

Ein Tanz mit den Kindern

... und wagt auch ein Tänzchen.

In den Slums von Antananarivo

Zum Abschluss der Reise besucht Barbara Schöneberger gemeinsam mit Daniel Timme von UNICEF ein Slum in der Hauptstadt Antananarivo. Barbara Schöneberger ist bestürzt über die Lebensbedingungen und bewundert den Mut der Frauen, die dort ihre Kinder großziehen: Viele Menschen leben auf engstem Raum in kleinen, provisorischen Hütten zusammen, Kinder suchen in Abflussgräben voller Müll nach brauchbaren Gegenständen. "Trotz all den schwierigen Lebensbedingungen und den traurigen Erzählungen der Mütter, die ihre Kinder verloren haben, stimmt mich die Entwicklung, die in Madagaskar vor sich geht, hoffnungsvoll. Immer mehr Mütter und Kinder sind inzwischen gegen Tetanus geschützt", freut sich Barbara Schöneberger.

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