Promi-Interview

Barbara Schöneberger: "Der permanente Vergleich unter Müttern nervt"

TV-Moderatorin Barbara Schöneberger über Erziehungsfragen unter Müttern und den neuen Rhythmus mit zwei Kindern.

Barbara Schöneberger – zur Person

Barbara Schöneberger und ihr Ehemann, der IT-Unternehmer Maximilian von Schierstädt, sind seit 2009 verheiratet und haben zwei Kinder. Einen Sohn, geboren 2010, und eine Tochter, geboren 2013. Die beiden wachsen abgeschirmt von den Medien auf – daher verrät Barbara Schöneberger ihre Namen auch ganz bewusst nicht in der Öffentlichkeit. 

Barbara Schöneberger ist ein Multitalent: Sie schauspielert, moderiert, singt und engagiert sich als als Botschafterin für die Aktion "1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis" von Pampers für UNICEF, die zum Ziel hat, Tetanus bei Neugeborenen zu besiegen. 

"Sooo früh hast du dein Baby schon in den Kindergarten gegeben???!!!" "Du bist nicht zum PEKiP gegangen???!!!" – zwischen den Zeilen lese ich ein ganz klares "BIST DU WAHNSINNIG???!!!" Und sogleich ist die Debatte eröffnet! Als Mutter sieht man sich schnell im Vergleich mit anderen Müttern und wird auch selbst entsprechend des eigenen erzieherischen Handelns bewertet. Aber der permanente Vergleich, "Wie macht die das?", "Macht die's anders?", nervt.

Gut, ich mache da manchmal auch mit. Zwangsläufig (es ist unmöglich, sich zu entziehen). Eigentlich muss man sich da raushalten oder drüber stehen oder drüber lachen, bestenfalls alles auf einmal. Ich versuche zumindest, einen eher gleichgültigen Eindruck zu erwecken.

Woher kommt dieser besondere Blick auf andere? Ich denke, viele Mütter finden sich einfach manchmal gegenseitig anstrengend. Mein Credo: Mach's so, wie du's für richtig hältst und lass dir in die Erziehung deines Kindes nicht reinreden! Starte ich ein Jahr nach der Geburt im Job durch, oder nach zwei Wochen; bleib ich zu Hause und verordne mir ein knallhartes Sportprogramm, um schnell schlank zu werden oder behalte ich meine Schwangerschaftspfunde – das soll doch jede Frau für sich entscheiden. Emanzipation bedeutet für mich, dass jede ihr Leben so leben kann, wie sie’s gern möchte.

Die größte Veränderung am Leben mit Kind? Man kann nicht mehr machen, was man will. Die größte Veränderung am Leben mit zwei Kindern? Man kann noch weniger machen, was man will. Ich habe keinen eigenen Rhythmus mehr, sondern tanze nach dem meiner Kinder. Und der ist eigentlich Tag für Tag derselbe. Abends eine Gute-Nacht-Geschichte, ein Lied und dann ab ins Bett. Das kenne ich aus meiner eigenen Kindheit. Und das war gut so! Kinder brauchen Rituale – und natürlich viel Liebe, Schlaf und Spiel!

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