Bald kommen die Wechseljahre

Perimenopause – Anzeichen und Symptome

Du fühlst dich erschöpft, leicht reizbar und bist etwa Mitte 30? Möglicherweise bist du nicht schwanger, sondern in der Perimenopause ...

Die Perimenopause kann man aufgrund ihrer Symptome schon mal mit einer Frühschwangerschaft verwechseln.
© Foto: iStock/Vladimir Vladimirov
Die Perimenopause kann man aufgrund ihrer Symptome schon mal mit einer Frühschwangerschaft verwechseln.

Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, sind die Zeit der hormonellen Umstellung am Ende der fruchtbaren Lebensphase. Fachleute unterteilen diese Phase in drei Abschnitte: die Perimenopause – die Phase VOR Ausbleiben der Regelblutung –, die Menopause – der Zeitpunkt der ausbleibenden Blutung, auf die mindestens zwölf Monate keine Menstruation mehr folgt – und die Postmenopause.

Wann die Perimenopause beginnt

Die Perimenopause beginnt durchschnittlich in einem Alter von 47,5 Jahren, das kann aber von Frau zu Frau deutlich variieren. Im Alter von 52 Jahren hat laut "Frauenärzte im Netz" etwa die Hälfte aller Frauen ihre letzte Regelblutung. Die Perimenopause ist die Zeit etwa vier bis zehn Jahre vor der letzten Menstruation.

Schon während der Prämenopause, also in den Jahren VOR den Wechseljahren, verändert sich die Hormonproduktion der Eierstöcke bei der Frau. Dadurch kann es bereits zu Zyklusveränderungen kommen.

Symptome der Perimenopause

Während der Perimenopause produzieren die Eierstöcke die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron nicht mehr so regelmäßig wie zuvor. Es sind weniger Eizellen vorhanden und es kommt nicht mehr so regelmäßig zum Eisprung. Bei einer frühen Perimenopause sind schon Unter-40-Jährige von einem unregelmäßigen Zyklus und anderen subtilen Symptomen betroffen.

Typische "Wechseljahrs-Symptome" schon in der Perimenopause:

  • Unregelmäßiger oder verkürzter Zyklus
  • Erschöpfung und weniger Energie
  • Schlafprobleme
  • schlechtere Konzentrationsfähigkeit, Vergesslichkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Reizbarkeit
  • leichteres Zunehmen von Gewicht

Einige Frauen leiden auch unter Hitzewallungen, Angstattacken und mitunter schweren Blutungen.

Unterschiedliches Erleben der Wechseljahre

"Frauenärzte im Netz" bestätigt, dass die Wechseljahre sehr variabel sind und dass jede Frau sie individuell unterschiedlich wahrnimmt. Während etwa ein Drittel der Frauen keinerlei Beschwerden habe, spreche ein weiteres Drittel von leichten Beschwerden, die nicht beeinträchtigend sind. Wiederum ein Drittel der Frauen klage über starke Beschwerden, aufgrund derer mitunter eine medizinische Behandlung infrage kommt.

Wann kann ich mit der Verhütung aufhören?

Eine Faustregel besagt: Wenn in dieser Lebensphase mindestens ein Jahr lang keine Regelblutung mehr erfolgt ist, ist eine Frau normalerweise auf der sicheren Seite, auch wenn sie nicht mehr verhütet. Wer noch sicherer gehen will, verhütet auf jeden Fall bis zum Alter von 52 Jahren. Und: Wer regelmäßig Zyklen mit Eisprung hat, kann auch in den Wechseljahren noch schwanger werden.

Viele Frauen genießen die Zeit des (statistisch gesehen) dritten Lebensdrittels, sind aktiv, sportlich, erfolgreich und lebensfroh. Die heute 50-jährigen Frauen seien nicht vergleichbar mit 50-Jährigen vor 20 Jahren, heißt es auf dem Portal.

Was tun bei Wechseljahrsbeschwerden?

Es gibt viele Bücher zum Thema Wechseljahre – darunter viele ermutigende, wie zum Beispiel "Woman on Fire: Alles über die fabelhaften Wechseljahre" von Dr. med. Sheila de Liz (Rowohlt Polaris, 16 Euro), "Ganz schön heiß hier: Cool und stark durch die Wechseljahre" von Daniela Paepke und Anna Cavelius (ZS Verlag, 18,99 Euro) und "Ach, Meno! Eine Wechseljahre-Beraterin macht Mut" von Ellen Cornely-Peeters und Ulrike Bremm (Kiwi, 14 Euro). Doch es ist sehr individuell, wer sich von welchem Buch besonders angesprochen fühlt.

Insgesamt kann man aber sagen, dass es hilft, offen mit dem Thema umzugehen und den neuen Lebensabschnitt für sich selbst anzunehmen und zu akzeptieren. Da Frauen mit dem Ausbleiben der Regelblutung – die mitunter als "Müllabfuhr" bezeichnet wird – auch eine wichtige körperliche Reinigung verlieren, ist es umso wichtiger, sich in dieser Zeit ballaststoffreich, vitaminreich und vollwertig zu ernähren, mit viel Gemüse und Obst. Es lohnt sich auch, den Koffein- und Alkoholkonsum herunterzufahren.

Körperlich und mental ausgleichend können sanfte Sportarten wie Yoga und Pilates, Tai Chi, aber auch Schwimmen wirken. Entspannungstechniken und Meditation sind allgemein eine gute Idee. Sicher hat da jeder seine eigenen Vorlieben. Auch gute soziale Kontakte, die von gegenseitiger Wertschätzung leben, sind hilfreich.

Gut, verständnis- und liebevoll, also auch achtsam mit sich selbst umzugehen, kann vieles erleichtern.

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