Hochansteckend, aber meist harmlos

Hand-Mund-Fuß-Krankheit: die Kita-"Seuche"

Eltern von Krippenkindern kennen das: Kaum hat man das Kleine gut untergebracht, ist es ständig wieder zu Hause, weil es sich einen Infekt nach dem anderen holt. Eine besonders nervige Variante: die Hand-Mund-Fuß-Krankheit.

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit zeigt sich durch einen roten Ausschlag – an besagten Stellen.
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Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit zeigt sich durch einen roten Ausschlag – an besagten Stellen.

Es fängt an wie ein normaler grippaler Infekt: Das Kind ist schlapp, hat leichtes Fieber, Halsschmerzen und keinen Appetit. Nach ein bis zwei Tagen zeigt sich dann der typische Ausschlag: erst im Mundbereich, und zwar sowohl im Mund als auch um ihn herum, dann an Händen und Füßen. In seltenen Fällen auch an Po, Genitalien und Knien. Aus den in der Regel nicht juckenden, aber schmerzhaften roten Flecken werden nach kurzer Zeit Bläschen oder kleine Geschwüre. Das kann vor allem im Mund ganz schön wehtun, sodass die kleinen Patienten – meist sind Kinder unter zehn Jahren betroffen – nicht essen oder trinken mögen. Manchmal kommen auch Bauchweh und Übelkeit dazu.

Was ist Hand-Fuß-Mund? Das Wichtigste in Kürze!

  • Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine extrem ansteckende Erkrankung, die vor allem Kinder bekommen.
  • mögliche Symptome: schmerzhafte Bläschen im Mund, Ausschlag an Händen und Füßen, Unwohlsein, Fieber, Appetitlosigkeit, Halsschmerzen
  • Tritt Hand-Fuß-Mund zusammen mit Fieber und Ausschlag auf, klingen die Symptome nach etwa einer Woche von allein wieder ab.
  • bleibt häufig auch unbemerkt, was die Ansteckungsgefahr (in der Kita) noch erhöht
  • Schmerzstillende/fiebersenkende Mittel können Linderung verschaffen.
  • Wichtig: Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten!

Hand-Mund-Fuß bei Kindern: Symptome

Zunächst tritt bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit üblicherweise Fieber auf, zusätzlich zeigen sich verminderter Appetit und Halsschmerzen. Ein bis zwei Tage nach Einsetzen des Fiebers kann es sein, dass die Eltern kleine rote Flecken an der Mundschleimhaut wahrnehmen, insbesondere im Bereich der Zunge und des Zahnfleisches. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können sie sich zu schmerzhaften Bläschen entwickeln. Nach (erneuten) ein bis zwei Tagen treten oftmals weitere rote Flecken auf – vor allem an Handflächen und Fußsohlen. Auch sind Vorkommnisse an Gesäß, Genitalbereich, Knie und Ellenbogen möglich. Ein Juckreiz bleibt in der Regel aus, ist aber theoretisch möglich.

Brutstätte Kita: Gute Hygiene beugt Hand-Fuß-Mund bei Kindern vor

Schuld an den unangenehmen Symptomen sind Erreger aus der Gruppe der Enteroviren, wie das Coxsackie-A-Virus oder Enterovirus 71. Diese sind zwar überall in der Umwelt verbreitet, können sich aber nur im Menschen vermehren. Übertragen werden sie durch Tröpfchen- und Schmierinfektion. Vor allem solange der Ausschlag sichtbar ist, also etwa eine Woche lang, sind die Betroffenen hochansteckend. Aber auch danach können Erreger noch wochenlang beim Stuhlgang ausgeschieden werden. Kein Wunder also, dass in Kitas, wo die Kinder ständig Kontakt haben und die gleichen Toiletten benutzen, die Ansteckungsgefahr besonders hoch ist. Gute Hygiene auf Seiten der Einrichtung ist deshalb wichtig zur Vorbeugung. Aber auch Eltern können viel tun, indem sie ihre Kinder von klein auf zu sorgfältigem Händewaschen anhalten.

Oft führt kein Weg an der Hand-Fuß-Mund-Infektion vorbei

Trotzdem gehört die scherzhaft auch "Maul- und Klauenseuche" genannte Krankheit (mit der echten Rinderkrankheit gleichen Namens hat sie übrigens nichts zu tun) zu den Ärgernissen, um die man oft nicht herumkommt. Schon weil vier von fünf Infektionen symptomlos verlaufen und es deshalb zur Unterbrechung der Ansteckungskette oft nicht reicht, wenn sichtbar kranke zu Hause bleiben. Gerade bei älteren Kids und Erwachsenen bleibt die Hand-Fuß-Mund-Krankheit nämlich oft unbemerkt. Für  ist sie nach bisherigen Erkenntnissen übrigens nicht gefährlich. 

Meist verläuft die Krankheit bei Kindern milde

Zwar sollte man die kleinen Patienten vorsichtshalber dem Kinderarzt vorstellen, eine ursächliche Behandlung gegen die Virusinfektion gibt es jedoch nicht. In der Regel heilt sie nach mildem Verlauf innerhalb von sieben bis zehn Tagen von selbst aus, nur sehr selten können Komplikationen wie Gehirn- oder Hirnhautentzündungen auftreten.

Zur Behandlung werden in erster Linie schmerzlindernde und fiebersenkende Mittel wie Paracetamol (keine Acetylsalicylsäure bei Kindern) eingesetzt sowie schmerzlindernde Gels oder Tinkturen für die Mundschleimhaut. Mag das Kleine nicht essen oder trinken, kann man es mit gekühlten, kohlensäurefreien Getränken und weichen, höchstens lauwarmen Speisen versuchen. Auch Eiscreme, Pudding und Joghurts trösten über den Schmerz hinweg.

Hand-Mund-Fuß-Erkrankung: Wann bricht sie aus und wie lange ist man ansteckend?

  • Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung liegen durchschnittlich drei bis zehn Tage.
  • Hoch ansteckend ist besonders die Flüssigkeit aus den Bläschen des Ausschlags.
  • Deshalb ist die Ansteckungsgefahr während der Zeit des Ausschlags extrem hoch – sie sinkt erst mit dem Austrocknen der lästigen Bläschen.
  • Nach dem Abklingen der Symptome werden die Viren jedoch oftmals noch wochenlang über den Stuhl ausgeschieden und so weiterverbreitet.

Hand-Mund-Fuß – wann kann mein Kind wieder in die Kita?

Am allerwichtigsten: Das Fieber sollte komplett zurückgegangen sein. Und euer Kind sollte sich wieder wohl- und fit fühlen. Ein paar rote Punkte können dann durchaus noch zu sehen sein, heißt es von Kinderärzten, sie dürfen nur nicht mehr offen sein beziehungsweise nässen. Denn dann ist das Kind immer noch hochansteckend. 

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