Geheimnisvolle Tradition

Pupo-Pommes: Warum schwören Kiwu-Frauen nach dem Embryotransfer auf McDonalds-Fritten?

Wer einen Kinderwunsch hat, versucht irgendwann ALLES, um ans Ziel zu gelangen. Auch wenn es im ersten Augenblick etwas lächerlich erscheint: Pommes von McDonalds sollen nach dem Embryotransfer zum Beispiel viel bewirken …

© iStock/junce
Pommes von McDonalds sollen am Transfertag Wunder bewirken!

Frauen mit (unerfülltem) Kinderwunsch probieren irgendwann alles aus. Denn wenn man unbedingt ein Baby möchte, dann macht man am Ende wirklich alles – auch wenn es einem zuerst etwas lächerlich oder skurril erscheint! Ein Beispiel: Die Kiwu-Community schwört darauf, nach dem Embryotransfer bei McDonalds Pommes zu essen. Aus gutem Grund, oder handelt es sich eher um eine Art Altweibergeschichte? Sind diese Pommes wirklich ausschlaggebend für den Erfolg einer künstlichen Befruchtung (IVF oder ICSI)?

Pupo-Pommes – was ist das?

Sprecht ihr Kinderwunsch? Es gibt viele Begrifflichkeiten, die nur unter Frauen und Männern mit (unerfülltem) Kinderwunsch und/oder Kinderwunschbehandlung kursieren. Das verbirgt sich hinter dem Begriff "pupo":

"pupo" heißt: pregant until proven otherwise – oder auch: schwanger bis das Gegenteil bewiesen ist (zum Bespiel nach künstlicher Befruchtung). 

Pupo-Pommes sind demnach solche Fritten, die man nach dem Embryotransfer isst. Wenn man theoretisch schwanger ist, es aber noch nicht endgültig per Bluttest und nach einer etwa 14-tägigen Wartezeit bewiesen wurde.

Warum sollen Pommes nach dem Embryotransfer helfen?

Das heißt also, wenn wir uns einer Kinderwunschbehandlung unterziehen, um schwanger zu werden, können wir so viele McDonald's-Pommes essen, wie wir wollen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben – richtig?

Nun, ja, vielleicht nicht so viele Pommes, wie in uns hineinpassen. Aber ein Aberglaube besagt tatsächlich, dass die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, größer ist, wenn man nach dem Embryotransfer Pommes von McDonald's verspeist. Aber warum?

Hier gehen die Ansichten etwas auseinander. Die meisten sprechen davon, dass das enthaltene Salz bei einer Überstimulation infolge einer Kinderwunsch-Hormontherapie helfen soll. Und warum gehen nach dem Embryotransfer NUR die Pommes von McDonalds? Weil die Fritten aus diesem Hause – so sagt man zumindest – besonders viel Salz enthalten.

Auch Anna Wilken isst Pupo-Pommes nach Embryotransfer

Weltweit setzten Frauen mit Kinderwunsch mittlerweile auf diese etwas merkwürdig-witzig anmutende Tradition. Auf Instagram gibt es sogar einen eigenen Hashtag dafür: #pupopommes ! Genauso ist oftmals von "French Fries After Transfer" die Rede.

Und auch Model und Influencerin Anna Wilken (seit ihrer Hochzeit heißt sie eigentlich Anna Adamyan) zeigt in ihrer Instagram-Story, wie sie sich kurz nach dem Embryotransfer eine Portion Pommes gönnt. Auf ihrem Kanal klärt sie rund um das Thema "Kinderwunsch" und "Endometriose" auf – ganz offen. Sie will diese Themen enttabuisieren und hilft damit vielen Frauen, denen es ähnlich geht.

Fazit: Ausprobieren oder Augen verdrehen?

Das bleibt natürlich euch überlassen. Vielleicht handelt es sich nur um einen reinen Aberglauben. Viele Frauen berichten allerdings darüber, dass sie nach einem Transfer und anschließenden Pupo-Pommes mit einem Baby belohnt wurden. Wenn so viele Leute sagen, dass es bei ihnen funktioniert hat, warum also nicht ausprobieren? Kann ja nicht schaden! Im besten Fall werdet ihr schwanger – und lieben wir nicht alle ab und zu einmal eine Portion Pommes? Dieses Opfer geht man doch gerne ein. Irgendwie eine Win-win-Situation …

Mythen, Sitten, Bräuche, Traditionen rund um den Kinderwunsch

Es gibt noch andere Altweibergeschichten, die einem sagen, was man essen oder trinken sollte, wenn der Transfer endlich geschafft ist. Neben den Pupo-Pommes, gibt es auch folgende Kiwu-Bräuche:

  • fünf Tage lang fünf Paranüsse essen
  • fünf Tage lang Granatapfelsaft trinken
  • fünf Tage lang Ananas essen

Alle diese Dinge sind nicht wissenschaftlich bewiesen, doch sie haben sich über die Jahre quasi eingebürgert. Der feste Glaube an etwas versetzt bekanntlich Berge!

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