Langeweile gibt's nicht

Mit diesem Spielzeug bleiben eure Kinder kreativ

Jedes Kind ist kreativ. Doch leider schläft diese Fähigkeit oft im Laufe der Jahre mehr und mehr ein, nicht zuletzt deshalb, weil in unserer Gesellschaft häufig andere Skills gefragt sind. Dabei hilft Kreativität auch dabei, lösungsorientiert zu sein, sich künstlerisch auszudrücken und einfach Spaß am Leben zu haben. Daher haben wir Tipps – nach Alter sortiert – für euch zusammengestellt, wie ihr die Kreativität eurer Kids lebendig haltet.

Kreatives Kind
© iStock/lisegagne
Es gibt viele Tipps, wie Eltern die Kreativität ihrer Kinder fördern können. 

Kreativität fördern bei Babys und Kleinkindern (0 bis 5 Jahre)

In diesem Alter spielen Kinder einfach mit ALLEM. Alles, was ihnen in die Hände (oder in einem bestimmten Alter, der sogenannten oralen Phase, in den Mund) kommt, hält als Spielzeug her und wird mit allen Sinnen erkundet. Das ist auch gut so, denn auf diese Art erschließen sich unsere Kinder die Welt. Dinge werden neu kombiniert, zusammengefügt, auf vielfältige Weise. Da staunen wir Eltern oftmals nicht schlecht, auf welche Ideen die Kleinen so kommen. Hätten wir nie gedacht, dass man einen Schneebesen als Haarbürste verwenden kann oder einen Handfeger als Telefon ...

Spielmaterialien ohne Vorgabe

Es gibt auch Kinder, die ihre Knete im Sand wälzen, um panierte Burger daraus zu machen. Lassen wir sie einfach. Auch wenn die Knete hinterher ruiniert ist. Dieses Ausprobieren und sich selbst freien Lauf lassen ist ganz wichtig für ihre Entwicklung. 

In diesem Alter ist es am besten, den Kindern Spielmaterialien zur Verfügung zu stellen, die keine spezielle Spielart vorgeben, sondern bei denen das Kind entscheiden kann, was es damit machen will. So sind zum Beispiel Buntstifte und einfaches Papier viel förderlicher für die Kreativität als Malbücher, in denen die Formen und Bilder vorgegeben sind, die ausgemalt werden sollen. 

Genauso ist es mit den beliebten Duplo- oder Legosteinen. Ein Eimer voller Steine fördert viel mehr die Kreativität als vorgegebene Sets, die eigentlich nur eine Bauart zulassen. 

Kreativität fördern bei Schulkindern (6 bis 12 Jahre)

Kinder – auch größere – lieben Rollenspiele. Sie spielen Theater, sind Piraten, Superhelden, Tiere oder Aliens. Sie spielen noch immer gerne mit Haushaltsutensilien und einfachen Materialien wie Steinen, Stöcken, Blättern und mehr. Viele Kinder lieben es, sich zu verkleiden, eine Verkleidungskiste mit Stoffen, Bändern, Hüten etc. ist hier optimal. Es ist verständlich, dass viele Eltern keine Lust oder schlicht keinen Platz haben, alles Mögliche aufzubewahren, dennoch ist es wichtig, dass den Kindern einige einfache Materialien zur Verfügung stehen. 

Es weiß wohl jeder, wie viel Spaß Kids beim Bauen einer Sandburg haben können. Und dafür braucht es wirklich nicht viel. Etwas Sand und Wasser, eine Schaufel, eventuell ein paar Steine und/oder Muscheln als Deko, schon steht alles zur Verfügung, was gebraucht wird. Auch Matschküchen sind daher (eher bei Kitakindern) sehr beliebt.

Kreative Spielmöglichkeiten sind im Alter von sechs bis zwölf Jahren noch sehr wichtig, bevor die Jugendlichen etwa mit 13 Jahren ihr Interesse an Spielzeug allmählich (manche auch von einem Tag auf den anderen) verlieren. 

Übrigens: Auch die sogenannte "Langeweile" bietet Spielraum für Kreativität. Solange die Kinder Zugang zu einfachen Materialien haben, wird ihnen etwas einfallen – das gilt für drinnen und draußen. Ihr habt im Garten zu tun? Ihr wollt einen Zaun streichen? Fangt einfach an und wer weiß, vielleicht stehen eure Kids kurz darauf neben euch und wollen mitmachen. Allerdings gilt dann (und auch generell): Eltern dürfen sich im Loslassen üben. Wenn die Kids kreativ werden, sollten wir sie möglichst nicht bremsen. Kinder nehmen sehr wohl wahr, wenn die Großen "alles besser können", und das motiviert dann nicht wirklich. Viel freier können sie sich entwickeln und entfalten, wenn sie einfach "drauflos" malen, basteln, spielen können, ohne ständig von einem Erwachsenen ermahnt zu werden, wie etwas effektiver, besser, schneller geht. 

Kreative Jugendliche

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es allzu leicht passiert, dass wir als Eltern Bildschirmzeiten an Smartphone, Computer, Konsole oder TV verurteilen (und dabei ständig selbst am Smartphone hängen). Natürlich sollte Bildschirmzeit in einem angemessenen Rahmen bleiben. Doch viele Jugendlich haben gute Ideen, wie sie Zeit an Geräten kreativ nutzen können. Einige fangen sogar an, Gedichte oder Geschichten zu schreiben. Andere nutzen Programme für Bild- und Grafikgestaltung. Wieder andere "komponieren" ihre eigene Musik oder designen eine Website ... Solange die Kids also nicht nur in Chats und "sozialen" Netzwerken abhängen, kann sogar Bildschirmzeit die Kreativität fördern. 

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