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Lern-App ab 4 Jahren: Wir haben Edurino für euch getestet!

Edurino möchte Kindern ab vier Jahren Grundlagen wie Lesen, Schreiben und Rechnen oder erstes Englisch spielend beibringen. Mara (4) hat die App und zwei Spielfiguren getestet – ihre Mama Nora berichtet.

Mara (4) übt mit der Füchsin "Mika" die Silbentrennung.
© Fotos: privat
Mara (4) übt mit der Füchsin "Mika" die Silbentrennung.

In Sachen digitale Medien für Kinder sind mein Freund und ich bei unserer Tochter Mara definitiv im Team "großzügig". Spätestens seit den Lockdowns guckt sie regelmäßig eine Folge auf dem Handy oder Tablet, seit kurzem darf sie auf Zug- oder Autofahrten auch mal etwas darauf spielen. Mara manövriert sich zielsicher auf dem Handy zu "ihren" Apps und kann sie selbstständig bedienen. Eine App mit Mehrwert und Lernfaktor für Kinder? Her damit, wir sind bereit für den Edurino-Test!

Digitales Lernen zum Anfassen

Edurino ist ein noch recht junges Unternehmen und hat sich auf die Fahne geschrieben "digitales Lernen zum Anfassen" zu gestalten. Es gibt deshalb nicht nur die App, sondern auch noch einen von Ergotherapeut:innen entwickelten und für Rechts- und Linkshänder:innen gleichermaßen geeigneten Stift für die Bedienung von Touch-Displays. Edurino empfiehlt ausdrücklich, die App mit dem Stift zu benutzen,  da so bereits im Vorschulalter die richtige Stifthaltung geschult wird.

Weiterhin gibt es verschiedene Figuren, ähnlich den Tonies der Toniebox. Diese werden benötigt, um die jeweiligen Lernwelten in der App zu aktivieren. Wir haben die Füchsin Mika ("Erstes Lesen & Schreiben ab 4 Jahren") und die Waschbärin Robin ("Zahlen & Mengen ab vier Jahren") getestet. Die Lerninhalte sind darauf ausgerichtet, Vorschulkinder fit für die Schule zu machen und ihnen den Übergang in die erste Klasse zu erleichtern. Alle Lerninhalte werden in Zusammenarbeit mit Pädagog:innen und Expert:innen entwickelt und regelmäßig mit Kindern in Partner-Kindergärten getestet.

In wenigen Monaten erscheint eine weitere Figur: Der Vogel Niki bringt Kindern die ersten Englisch-Vokabeln bei. 

Kindersicher und anonym

Der Start ist denkbar einfach: App herunterladen, Figur aufstellen, Profil anlegen. Letzteres hat allerdings eine halbe Stunde gedauert: Mara hatte nämlich einen Heidenspaß daran, sich ihre Figur zusammenzustellen und wühlte sich ausgiebig durch alle Farben, Frisuren und Outfits. Darüber hinaus werden nur der Name (das muss nicht der echte sein) und das Alter des Kindes (daran ermisst sich der Schwierigkeitsgrad) erfragt, weitere Angaben sind nicht nötig. Wer mehrere Kinder hat, kann für jedes ein eigenes Profil anlegen.

Nachdem das Profil erstellt ist, können wir Eltern die Nutzungsdauer einstellen. Wir entscheiden uns für 20 Minuten. Gut zu wissen: Die Uhr läuft nur in aktiven Spielen – auf der "Landkarte" oder wenn die Figur später neu bearbeitet wird, hält sie an.

Nach dem erstmaligen Einrichten können Kinder die App selbst bedienen, denn sie ist simpel und kindersicher gestaltet. Es werden keine unnötigen Daten abgefragt, es gibt keine In-App-Käufe und es wird nichts auf dem Handy bzw. Tablet gespeichert. Wechselt man zwischen den Geräten, muss man deshalb leider alle Level erneut freispielen. Da im Gegenzug keine Daten gespeichert werden, finde ich das aber absolut vertretbar.

Kleiner Tipp: Fast alle Geräte haben eine Kindersicherung, damit das Kind nicht versehentlich die App verlassen kann. Lasst ihr euer Kind mal unbeaufsichtigt am Smartphone oder Tablet spielen, ist das sehr empfehlenswert!

Intuitive Bedienung am Tablet und Smartphone

© Foto: Edurino
Ein paar Level hat Mara in der Rechnen-Welt von Robin schon freigespielt.

Jede Lernwelt hat eine andere Start-Oberfläche. Jedes Spiel muss einmal durchgespielt werden, um ein weiteres freizuspielen. Danach kann frei gewählt werden. Das Schöne ist: Da man die Spiele nicht verlieren kann, sondern Hilfestellungen bis zum richtigen Ergebnis bekommt, gibt es auch keinen Frust. Gut so, schließlich soll das hier in erster Linie Spaß machen!

Die Edurino-App lässt sich zwar auch mit dem Finger bedienen, der passende Stift ist aber sehr praktisch und schult nebenbei die richtige Stifthaltung. Diese können die Kinder sich jederzeit über einen kleinen Button an der Seite erneut anzeigen und erklären lassen. Beeindruckt hat mich, wie intuitiv Mara die Lernwelten erkundet. Sie probiert einfach solange herum, bis es klappt – und das meistens ziemlich zielsicher. 

Es gibt viele verschiedene Spiele: Mal muss man den Monstern die Zähne putzen, um Silben zu einem Wort zu verbinden, mal müssen aus Wörtern "Brücken" gebaut werden. In einem Spiel steuert das Kind die Flußfahrt und übt nebenbei zählen, in einem anderen sind sich ähnliche Formen zu verbinden. Der Schwierigkeitsgrad der Spiele ist dem Alter angemessen, aber natürlich fällt ihr das eine leichter als das andere. Ein Funken Humor fehlt den Monstern auch nicht, sodass Mara zwischendurch immer mal wieder anfängt zu kichern. Super, wenn Lernen auch noch Spaß macht!

Tatsächlich kann ich nicht viel Negatives über die Edurino-Lernwelten sagen. Für das Vorschulalter würde ich mir Großbuchstaben wünschen, da meine Tochter diese schon deutlich besser erkennen kann. Es hat aber ja auch niemand gesagt, dass Vierjährige mit Edurino lesen lernen sollen.

Meine Edurino-Erfahrung – Fazit

Ich bin der Meinung, dass digitale Medien für unsere Kinder einfach zum Leben dazugehören - und ja, auch schon mit vier Jahren. Mir ist wichtig, dass Mara einen gesunden Umgang damit lernt. Die Edurino-App füllt die Bildschirmzeit sinnvoller als eine Folge Netflix, ist gut durchdacht und hat, zumindest bei Mara, das Interesse geweckt, sich noch über die Lernwelt hinaus mit dem Thema Rechnen zu beschäftigen. Es vergeht kaum noch ein Fußweg ohne dass ich ihr Plus-Aufgaben stellen muss. Was will man als Eltern mehr!?

5 von 5 Sterne

Diese Figuren gibt es von Edurino:

Starterset Mika: "Erstes Lesen & Schreiben"

© Foto: Amazon

Figur Robin: "Erste Zahlen und Mengen"

Figur Nikki: "Erstes Englisch"

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