Promi-Mama

Fiona Erdmann: "Ich kann nur über eine Brust stillen"

Die gebürtige Deutsche geht ganz in ihrem Familienleben mit zwei Kindern in Dubai auf. Hier erzählt sie von den Aufs und Abs des Alltags – und gibt ganz private Einblicke in ihr Stillleben mit Töchterchen Nayla.

Zweifache Mama Fiona Erdmann hier mit ihrem Mann und Sohn beim Kuscheln im Meer.
© Foto: privat
Zweifache Mama Fiona Erdmann hier mit ihrem Mann und Sohn beim Kuscheln im Meer.

Update 12. September 2022: In ihrer gewohnt offenen Art erzählte Mama Fiona kürzlich in einem Instagram-Post von ihren Stillerfahrungen mit dem knapp vier Monate alten Töchterchen Neyla. Respekt, wie ehrlich sie dabei ist! So macht sie keinen Hehl daraus, eine Stillberatung in Anspruch genommen und sich inzwischen damit abgefunden zu haben, nur mit einer Brust stillen zu können. Die andere produziert offenbar kaum Milch. Nach Überforderung, Selbstzweifeln und zahllosen Versuchen fand sie schließlich ihren ganz eigenen Weg. Sie schreibt: "Mein Vertrauen in mich, Neylas zunehmendes Gewicht, die Erkenntnis, dass nur eine Brust richtig funktioniert und die Routine gepaart mit ein paar Medikamenten brachten den Erfolg." Und in Ausnahmefällen darf es auch mal ein Fläschchen sein. Wir finden: Toll, dass sie sich stark für die Individualität macht und andere Frauen und Mütter darin bestärkt, ihren ganz eigenen Weg zu gehen. Hut ab. Und noch dazu gibt es ein zuckersüßes Still-Foto von Mama Fiona und Tochter Neyla:

Das folgende Interview führten wir im Juli 2022:

Generell gefragt: Was ist in der Anfangszeit mit deinem zweiten Baby anders als beim ersten?

Ich stelle fest, dass ich viel entspannter bin. Ich weiß jetzt noch besser, wie ich mit einem Baby umzugehen habe. Auch bei Neylas Leistenbruch bin ich nicht in Panik geraten, sondern war etwas relaxter, da ich wusste, dass es bei Neugeborenen häufig vorkommen kann. Ich bin allgemein etwas ruhiger und mache mir nicht mehr über alles so viele Gedanken wie bei Leo. Ich habe einfach sehr viel gelernt nach meiner ersten Schwangerschaft. Ich glaube auch, dass es Neyla guttut, wenn ich entspannter bin. Ich merke, dass Neyla etwas entspannter als Leo ist, vor allem was die Nächte angeht. Sie schläft länger und besser, was vielleicht mit daran liegt, dass ich sie nur stille und sie keine Flasche bekommt.

Was war der schönste Glücksmoment, den du zuletzt mit deinen Kindern hattest?

Glücksmomente mit meinen Kindern habe ich täglich. Ich blicke die beiden an und bin so stolz, dass es meine Kinder sind. Das ist immer noch unfassbar, und ich kann es immer wieder nicht ganz glauben. Die beiden sind einfach so süß. Das Schönste ist es für mich, die beiden zusammen zu sehen, wie sie miteinander umgehen. Leo geht immer zu Neyla hin, umarmt und streichelt sie ganz sanft und küsst sie. Er ist total lieb zu ihr und hat seine kleine Schwester ganz doll lieb. Und genau diese Momente sind meine täglichen Glücksmomente. Leo ist ein wundervoller großer Bruder. Es ist total schön zu sehen, dass er nicht eifersüchtig auf die Kleine ist. Moe und ich haben nach der Geburt versucht, auch Leo weiterhin die volle Aufmerksamkeit zu schenken.

Welche Eigenschaften hat dein Sohn definitiv von DIR geerbt?

Das ist gar nicht so einfach zu sagen, da Moe und ich ähnliche Eigenschaften haben, die wir an Leo wieder entdecken. Er ist ein richtiger Mama-Papa-Mix. Auf jeden Fall hat er, wie seine Eltern, ganz viel Energie und Power. Wenn man sich Kinderbilder von Leo und mir damals ansieht, wird deutlich, dass Leo optisch eher nach mir kommt. Ich bin gespannt, wie er sich entwickelt und ob das so bleibt.

Was hast du von deinen Kindern gelernt?

Dass es möglich ist, ein Kinderzimmer, das man eine Stunde lang aufgeräumt hat, innerhalb von wenigen Minuten wieder in Chaos zu verwandeln. Scherz bei Seite – ich lerne von meinen Kindern, dass ich gewisse Dinge noch bewusster genieße. Leo rennt zum Beispiel immer los, wenn er etwas interessant findet und ist ganz begeistert. Davon kann ich mir etwas abschauen und lerne daraus, manche Dinge nicht zu verkopft anzugehen, sondern einfach mal drauf loszurennen und auszuprobieren. Nicht immer alles zu hinterfragen, sondern den Moment leben.

Welches Ritual ist bei euch nicht wegzudenken?

Tatsächlich schaffen wir immer wieder neue Rituale. Das wichtigste Ritual bei uns ist das tägliche Gruppenkuscheln. Für mich ist es super wichtig, dass meine Kinder diese Nähe und Liebe ständig bekommen. Mir hat es als Kind mit meiner Mama zusammen sehr viel gegeben, und ich kann mich heute noch gut daran erinnern. Dieses Gefühl von Liebe, das mir meine Mama gegeben hat, möchte ich auch meinen Kindern täglich mitgeben und sie spüren lassen.

Worüber streitet ihr zu Hause?

Manchmal gibt es Meinungsverschiedenheiten in puncto Erziehung. Da merke ich hin und wieder, dass mein Mann etwas anders tickt. Männer müssen, glaube ich, immer irgendwelche Sachen anders machen als wir Frauen. Ich bin allgemein etwas strenger als Moe. Zum Beispiel achte ich darauf, dass Leo kein Eis isst oder zuckerhaltige Lebensmittel. Moe ist da etwas entspannter, weshalb es dann auch mal zu einem kleinen Streit kommt.

Welche besonderen Herausforderungen hast du in Dubai, fern von deiner Ursprungsheimat, mit zwei Kindern zu meistern?

Aktuell ist es in Dubai sehr heiß, daran müssen sich die Kinder erst gewöhnen. Meine Kinder leben hier und wachsen in Dubai auf. Auch für mich als Mama ist es hin und wieder anstrengend, die Hitze im Sommer mit zwei Kindern zu meistern. Aber nun, nach mehr als fünf Jahren, habe ich mich gut daran gewöhnt. Es ist super wichtig, dass ich meine Kinder immer gut eincreme, ihnen die richtigen Klamotten anziehe und viel zu trinken dabei habe. Ich denke, jedes Land hat da seine Tücken. In Deutschland müsste ich die beiden zum Beispiel im Winter warm einkleiden, in Dubai ist leichte und sonnenschützende Kleidung wichtig. Was die Kindererziehung angeht, empfinde ich eigentlich keinen Unterschied zwischen Dubai und Deutschland. Das Einzige, was hier anders ist, sind die hohen Kosten für Kindergärten und Schulen.

Im August plant ihr eine Deutschland-Reise, oder?

Aktuell ist das in Planung, aber wir wissen noch nicht, ob es auch alles so klappt. Ich möchte auf jeden Fall, dass Leo auch in Zukunft regelmäßig nach Deutschland kommt und das Leben dort kennenlernt. Deutschland ist schon ein ziemliches Kontrastprogramm zu Dubai. Seinen Opa kennt Leo schon, und natürlich werden wir uns auch in Deutschland wiedersehen. Auch über meine verstorbene Mama spreche ich mit Leo hin und wieder. Er weiß, dass er eine Oma hat, die im Himmel ist und auf ihn aufpasst. Ich denke, dass Leo das besser verstehen wird, wenn er älter wird.

Wie schaffst du es, trotz zwei Kindern weiterhin Paarzeit mit deinem Mann zu haben?

Ich denke jeder, der kleine Kinder hat, weiß, wie schwer es ist, genügend Zeit für seinen Partner zu finden. Man darf an diese Zeit auch keine zu hohen Erwartungen haben. Zum Glück haben wir Menschen in unserem Umfeld, die uns unterstützen. Somit haben wir zumindest hin und wieder ein bisschen Zeit nur für uns. Da ich Neyla aber gerade noch stille, bleibt aktuell nicht allzu viel Zeit zu zweit mit Moe. Am Morgen haben wir aber mit unseren Kindern immer gemeinsam Kuschelzeit. Und wir genießen die Zeit als Familie. Wir haben gelernt und akzeptiert, dass wir nicht zu zweit sind, sondern zu viert. Das Schöne ist, dass wir jetzt die kleinen Momente, die Moe und ich gemeinsam haben, noch mal mehr schätzen. Ich merke dann, wie verliebt und glücklich wir sind und dass wir uns immer gegenseitig unterstützen.

Was hättest du gerne gewusst, bevor du Mutter wurdest?

Ich hätte gerne gewusst, dass es okay ist, wenn Sachen nicht so laufen wie geplant. Fürs Muttersein gibt es keine Anleitung. Muttersein ist ein Lernprozess, für den es kein Merkblatt, keine Guideline gibt. Es ist völlig normal, Fehler zu machen und es ist total okay, wenn nicht alles reibungslos läuft. Am Anfang habe ich mir da immer zu viel Druck gemacht. Aber manchmal gibt es Situationen, die einfach nicht so gut laufen. Dann ist es eben so, und man lernt aus der Situation.

Was würdest du anders machen, wenn du noch einmal Mama werden würdest?

Tatsächlich würde ich nichts anders machen. Es wäre vielleicht schön gewesen, hätte ich auch die Geburt mit Leo von einer Doula begleiten lassen, aber das wäre wirklich das Einzige. Bei der Geburtsvorbereitung für Neyla habe ich gemerkt, wie angenehm und beruhigend ich die Zusammenarbeit mit meiner Doula empfunden habe.

Im letzten Jahr hattest du eine Fehlgeburt. Wie bist du schließlich damit klargekommen?

Über meine Fehlgeburt habe ich im letzten Jahr schon viel gesprochen. Ganz kurz möchte ich dazu sagen, dass unser Sohn immer in unseren Gedanken und Herzen bleiben wird. Ich weiß, dass viele Frauen ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und ich möchte ihnen mitgeben, dass das Leben weitergeht. Ich weiß, im ersten Moment ist das ein schwieriger und fast unglaublicher Gedanke. Ganz wichtig war es für mich, sich verabschieden zu können. Ich hatte viele liebe Menschen in meinem Umfeld, die mir in dieser Zeit Kraft gegeben haben. Vor allem mein Mann. Ich bin absolut dankbar, dass ich heute mein Leben mit zwei gesunden Kindern und meinem Mann gestalten darf und unser Leben weitergeht. Wir sollten uns auf die positiven Dinge fokussieren – auf unsere Ziele und all die schönen Dinge, die im Leben geschehen.

Bevor die Kinder 18 werden: Was möchtest du auf jeden Fall mit ihnen machen?

Ich möchte auf jeden Fall mit meinen Kindern reisen. Sie sollen viel von der Welt sehen. Aktuell sind die beiden noch zu klein für große Reisen. Wenn sie aber größer sind und Sachen besser verstehen und sie sich an Erlebnisse erinnern können, möchte ich neue Städte und Länder mit ihnen erkunden. Auch mit meiner Mama durfte ich durch gemeinsame Reisen viele Erinnerungen schaffen. Mir ist es wichtig, dass man Kindern die Welt zeigt und sie die unterschiedlichen Kulturen und Länder kennenlernen.

Wie geht es beruflich bei dir weiter?

Bei mir ist immer was in Planung. Aktuell bin ich mit meinem Beruf als Content Creator und Influencer sehr happy. Auch gibt es immer wieder spannende TV-Anfragen. Wir sind in einigen Gesprächen und planen ein paar tolle Dinge, die zum Ende des Jahres publik gemacht werden. Mehr möchte ich heute aber noch nicht verraten.

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