Fit für die Schule?

Einschulung: So gelingt der Schulstart!

Vom Kindergarten in die erste Klasse, das ist für Schulanfänger und deren Eltern ein großer Schritt. Was euer Kind bis zur Einschulung können sollte und wie der Start in den Schulalltag möglichst gut gelingt, lest ihr hier.

Der Schulanfang ein ganz besonderer Meilenstein in der Kindheit, schließlich ist es ein großer Schritt in Richtung Eigenständigkeit, den die Kleinen hier gehen werden. Natürlich ist die Zeit in der Kita davor auch bereits eine Zeit des Lernens, der Spielcharakter steht hierbei aber noch im Vordergrund und auch die Flexibilität bezüglich des Tagesablaufes ist noch deutlich größer. Dem ersten Schultag blickt nicht jedes Kind freudestrahlend entgegen. Schließlich ist der Wechsel vom Kindergarten zur Grundschule auch ein Schritt ins Ungewisse. Die zur Einschulung anstehenden Veränderungen können durchaus einschüchternd wirken. Eine neue Klasse mit vielen anderen Schulanfängern, Basteln und Kindergarten sind nun Vergangenheit und die eigentlich Kleinen gehören nun zu den "Großen"...schließlich gehen sie jetzt in die Schule. Um deinem Kind den Schulstart zu vereinfachen und ihm ein wenig die Angst zu nehmen, ist es wichtig, dass ihr gemeinsam positiv über die Veränderungen zum Schulbeginn redet. 

Was sollten Kinder vor der Einschulung können?

Ist dein Kind schon fit für die Schule? Rechnen und Schreiben muss es vorher natürlich noch nicht können. Diese Dinge erleichtern den Schulstart aber deutlich:

  • Malen und mit der Schere schneiden
    Den Stift richtig halten, nicht zu fest und nicht zu leicht aufdrücken, beim Ausmalen nicht über den Rand fahren: Ein Kind, das gerne und viel malt, geschickt mit der Schere hantiert, hat in der Schule schon halb gewonnen.
  • Freunde finden
    Auch wenn es gemeinsam mit dem Kindergartenkumpel in die erste Klasse kommt: Ein Schulkind muss sich auf viele neue Menschen einstellen. Die Lehrerin (manchmal sogar mehrere), viele neue Kinder, nicht nur in der Klasse, sondern auch auf dem Schulhof.
  • Hartnäckig bei der Sache bleiben
    Sich in eine Sache vertiefen, die Welt drumherum vergessen und dabeibleiben, auch wenn etwas nicht auf Anhieb klappt. Wer im Kinderzimmer Ausdauer zeigt, wird sich auch von kniffligen Hausaufgaben nicht abschrecken lassen.
  • Einen Ball fangen
    "Die Gesundheit eines Kindes ist eine Grundvoraussetzung für den künftigen Schulerfolg", sagt Schulleiterin Maresi Lassek aus Bremen. Dazu gehört neben ausreichend Schlaf und Essen auch viel Bewegung. Fahrrad fahren, hüpfen, balancieren – wer seinen Körper im Griff hat, steht selbstbewusst im Leben.
  • Reden, reden, reden
    "Sprechen ist die Schlüsselqualifikation für Schulerfolg", weiß Grundschullehrerin Anja Greifenstein aus München. Nur wer Anweisungen versteht, kann sie befolgen. Und nur wer richtig spricht, kann die einzelnen Laute hören und schreiben lernen.
  • Sich an Spielregeln halten
    Wir hauen andere nicht, sondern sagen, was uns nicht passt. Wer zwei Gummibärchen hat, schenkt eines dem kleinen Bruder. In jeder Gemeinschaft – Familie, Kindergarten, Schule – gibt es Regeln, an die sich alle halten. Je besser sie eingeübt werden, desto weniger muss man darüber nachdenken.

5 Tipps, wie ihr euren Kindern die Einschulung erleichtert

Dass Pädagogik alles andere als langweilig ist, zeigt Laura (26, aus Baden-Würtemberg) als @elterntrickkiste auf Instagram. Hier gibt sie hilfreiche Tipps rund um die Themen Kinder und Erziehung, wie zum Beispiel diese Ratschläge für die Einschulungsphase:

Tipp 1: Kind einbinden

Partizipation ist beim Wechsel vom Kindergarten zur Schule sehr wichtig! Lasst euer Kind mitentscheiden, was es möchte oder nicht. Das fängt bei der Schultüte an, geht weiter beim Schulranzen oder bei Farben von Ordnern (wenn es nicht von der Lehrkraft vorgegeben ist.)

Tipp 2: Die Lage checken

Besucht mit eurem Kind die Schule, in die es gehen wird. Vielleicht veranstaltet die zukünftige Grundschule auch einen Schnuppertag? Wenn es die Schule schon mal gesehen hat, dann weiß es, wie es dort aussieht, wo es bald hingeht. Außerdem könnt ihr dabei direkt den Schulweg üben. Wichtig ist, dass als Elternteil nicht den schnellsten, sondern den sichersten Weg wählst.

Tipp 3: Keine Vergleiche

Es fällt manchmal schwer, aber es ist wichtig für euer Kind: Vergleicht es nicht mit anderen Kindern. Jonas ist vielleicht besser in Mathe, dafür ist euer Kind besser in einem anderen Fach. Jedes Kind hat seine eigene Begabung und es ist wichtig, nicht zu viel Druck aufzubauen.

Tipp 4: Arbeitsplatz einrichten

Richtet zusammen mit eurem Kind einen "Arbeitsplatz" ein. Wo soll es die Hausaufgaben nach der Schule erledigen? Es ist wichtig, dass euer Kind sich dort gut konzentrieren kann und auch Ruhe hat (z.B. vor jüngeren Geschwistern, TV und Musikanlage). Bei der Auswahl der Möbel schauen Eltern am besten genau hin: Ein mitwachsender Schreibtisch samt schräg verstellbarer Platte und ein Stuhl, der ebenfalls in der Höhe variabel ist, begleiten die Kleinen – ihrer jeweiligen Körpergröße angepasst – durch die Schulzeit. Wichtig: Beim Sitzen müssen die Füße bequem auf dem Boden stehen. Knie- und Ellenbogengelenke bilden jeweils einen rechten Winkel. 

Tipp 5: Helfen, aber nicht übernehmen

Genießt diese neue aufregende Zeit mit eurem Kind zusammen. Seid für euer Kind da, bietet eurem Kind Unterstützung an. Übernehmt aber keine Aufgaben, die euer Kind bekommt. Denn euer Kind lernt nichts dabei, wenn ihr die Aufgaben erledigt.

Das kommt in die Schultüte

Zur Einschulung darf eines absolut nicht fehlen: die Schultüte oder auch "Zuckertüte" genannt. Gut gefüllt "versüßt" sie den Kleinen das große Ereignis. Am besten versteckt ihr einige Lieblingsnaschereien eures Kindes in der Tüte und darüber hinaus könnt ihr auf nachhaltige Geschenke und Überraschungen setzen. Eine tolle Idee ist zum Beispiel eine Brotdose samt passender Trinkflasche* – vielleicht mit der Lieblings-Zeichentrickfigur verziert. Ein kleiner Glücksbringer oder eine Armbanduhr* sind weitere Alternativen zu Bonbons oder Schokolade. Wenn euer Kind ein Hobby hat, könnt ihr auch beispielsweise Sportzubehör, Pinsel* oder andere kleine Geschenke in die Schultüte stecken. Natürlich eignen sich auch Bücher zur Einschulung ideal als Geschenk, so können die kleinen ABC-Schützen ihre Lesefertigkeiten üben. 

Der richtige Schulranzen: die erste Prüfung

Der Schulranzen ist der ganze Stolz eines Erstklässlers und somit – schon im Voraus – das wichtigste Geschenk für den Schulanfang. Entscheidendes Kriterium für die Schüler: das Design. Natürlich solltest du bei der Anschaffung aber auch auf andere Details achten. Denn ein angemessenes Modell muss leicht, robust aber auch gut zu tragen sein.

Dass das Gewicht des Tornisters zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts des tragenden Kindes nicht überschreiten darf, gilt laut Experten heute als überholt. Die "Kid-Check-Studie" der Saarland-Universität zeigt, dass es durchaus individuell ist, wie viel Gewicht ein Kind auf dem Rücken tragen kann und darf. Eltern sollten beim Tornister-Kauf demnach immer Faktoren wie Kraft- und Koordinationsleistung sowie das Trageverhalten ihres Kindes berücksichtigen. 

Das richtige Pausenbrot für gute Nerven

Lesen, rechnen und schreiben – die Schulzeit eröffnet den frischgebackenen Abc-Schützen neue Welten. Damit sie sich konzentriert und mit Freude auf ihre Aufgaben stürzen können, sollten sie während der Pause Kraft tanken. Ein belegtes Vollkornbrot, frische Obst- und Gemüsestreifen und ein Joghurt liefern die nötige Energie. Pausenbrot-Muffel lassen sich vielleicht durch geschnitzte Butterbrottiere, Obst-Käse-Spieße oder Nüsse begeistern. Ebenfalls wichtig für die Konzentration: ausreichend Flüssigkeit. Mineralwasser und ungezuckerte Früchtetees eignen sich als gesunde Durstlöscher.

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