Tipps für einen verantwortungsbewussten Umgang

Ein Handy für Kinder? Was Eltern beachten sollten

Immer mehr Kinder besitzen ein Handy oder Smartphone, viele bereits im Grundschulalter. Lest hier, wie Eltern ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Mobiltelefon beibringen können.

Jedes zehnte Kind im Alter von sechs bis sieben Jahren verfügt laut einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwestüber über ein eigenes Mobiltelefon. Experten gehen davon aus, dass nahezu jedes Kind ab 12 Jahren ein Handy besitzt. Und der Trend geht auch bei Kindern immer mehr zum Smartphone.
Aus welchen Gründen sich Kinder und Jugendliche ein Smartphone wünschen, was die Eltern dazu sagen und wie lange das Handy täglich genutzt wird -  dazu hat der Mobilfunkanbieter simyo mit den Jugendforschern von iconkids & youth 700 Jugendliche und ihrer Mütter befragt.
 
Deutlich wurde bei der Umfrage: Telefonieren ist out, viel wichtiger ist der Kontakt mit Freunden über SMS-Dienste oder soziale Netzwerke sowie das Surfen im Internet. Und weil das Gefahren bergen kann, müssen Kinder lernen, verantwortungsvoll mit Handy und mobilem Internet umzugehen. Mit unseren Tipps können Eltern ihnen dabei helfen.

6 Tipps für den Umgang mit dem Handy

1. Gemeinsam probieren

  • Um der Handy-Nutzung inhaltliche oder zeitliche Grenzen setzen können, ist es wichtig, dass Eltern das Smartphone kennen. Probiert erst mal aus, was das Gerät alles bietet und wo man welche Einstellungen und Funktionen verändern kann.

2. Absprachen treffen

  • Klare Regeln erleichtern es Kindern, das Handy eigenverantwortlich zu nutzen. Legt gemeinsam mit eurem Kind fest, wie lange und zu welchen Zeiten das Gerät genutzt werden darf.
  • Auch ob eine permanente Internet-Verbindung nötig ist, könnt ihr klären (siehe auch "Datenschutz").
  • In den meisten Schulen ist die Nutzung von Handys klar geregelt. Gut, wenn Eltern sich über die Vorschriften informieren und sie mit ihrem Kind besprechen.

3. Kostenkontrolle

  • Gemeinsam mit ihrem Kind können Eltern die Kosten für eine Minute Telefonieren oder Surfen ermitteln und ihm so ein Gefühl dafür geben, was die tägliche Handynutzung kosten kann.
  • Ist nach einigen Wochen klar, für was das Handy meistens genutzt wird, kann etwa ein Daten-Paket für die Internetverbindung gebucht werden.
  • Mit einem Prepaid-Tarif hat das Kind für die Handynutzng ein bestimmtes Guthaben zur Verfügung. Ist dieses aufgebraucht, ist das Kind aber immer noch telefonisch erreichbar und kann den Notruf wählen.

4. Datenschutz

  • Weil Kinder und Jugendliche über Handy unbemerkt im Netz surfen können, sollten Eltern sie immer wieder auf mögliche Gefahren aufmerksam machen und sie dazu anhalten, keine persönlichen Daten wie Adresse, Telefonnummer oder Geburtstag leichtfertig mit anderen zu teilen.
  • Über die Einstellungen des Mobiltelefons können Eltern außerdem nicht gewünschte Funktionen ausschalten oder einschränken.

5. An die Gesundheit denken

Ob Kinder und Jugendliche empfindlicher auf das elektromagnetische Feld eines Handys reagieren als Erwachsenen - darüber streiten Experten. Um aber die Belastung so gering wie möglich zu halten, folgende Tipps:

  • Immer auf guten Empfang achten, das Mobiltelefon benötigt dann weniger Sendeleistung.
  • Das Gerät erst ans Ohr nehmen, wenn nach dem Wählen die Verbindung hergestellt ist - viele Handys haben dafür einen Benachrichtung. Während des Verbindungsaufbaus sendet das Handy mit voller Leistung.
  • Bei längeren Gesprächen ein Headset benutzen, denn so verringert sich der Abstand vom Kopf zur Antenne des Handys.
  • Auf den SAR-Wert achten! Dieser gibt an, wie stark das Gewebe am Kopf durch die Strahlung erwärmt wird. Je kleiner der Wert, umso besser - der Grenzwert beträgt 2 Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Die Werte der aktuellen Handymodell sowie weitere Infos zum Thema gibt es unter www.informationszentrum-mobilfunk.de

6. An die Umwelt denken

Sowohl die Produktion als auch die Entsorgung von Handys beeinflussen unsere Umwelt - ein Thema, über das Eltern mit ihren Kindern sprechen sollten. Vielleicht tut es für den Anfang ein gut erhaltenes, gebrauchtes Gerät? Auch eine längere Nutzung schont die Umwelt. Denn im Durchschnitt wird ein Handy nach 18 bis 24 Monaten durch ein neues ersetzt. Experten vermuten, dass es in Deutschland über 80 Millionen ungenutzte Alt-Handys gibt.

Wie richtiges Handyrecycling funktioniert und welche "Schätze" die Geräte enthalten, zeigt dieser spannende Film.

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