Zum Anstoßen

Ist ein Glas Sekt in der Schwangerschaft okay?

Geburtstag, Abschied, Feiertage oder einfach so: Gründe, anzustoßen gibt es viele. Ist das auch mit Babybauch okay? Nein – und es gibt Alternativen!

An Silvester gehört gemeinsames Anstoßen um Mitternacht einfach dazu.
© Foto: Getty Images
An Silvester gehört gemeinsames Anstoßen um Mitternacht einfach dazu.

Mareike freut sich auf die Geburtstagsparty, zu der sie eingeladen hat. Alles steht bereit, die Gäste können kommen. Wenn es da nicht ein kleines Problem gäbe. Mareike ist in der 8. Woche schwanger und will es noch niemandem verraten. Jetzt fragt sie sich: Darf ich "zur Tarnung" mit anstoßen und mal ein Schlückchen Sekt trinken?

Ute Höfer, freiberufliche Hebamme und Ernährungsberaterin, rät: "Nein, auf keinen Fall. Schon kleine Mengen Alkohol in der Schwangerschaft können dem Baby schaden. Wenn die werdende Mama fürchtet, dass ihr Verzicht den anderen auffällt, kann sie zu alkoholfreiem Sekt greifen. Aber bitte genau auf das Etikett schauen: Es gibt inzwischen Sorten, die überhaupt keinen Alkohol enthalten (meist gekennzeichnet mit 0,0 %). Der sogenannte alkoholfreie Sekt enthält immer noch zwischen 0,2 und 0,5 Prozent Restalkohol. Die gleiche Menge steckt aber zum Beispiel auch in unvergorenen Fruchtsäften oder Sauerkraut. Normaler Schaumwein dagegen hat einen Alkoholwert von mindestens 10 Volumenprozent. Am besten bietet Mareike einfach die alkoholfreie Variante für Autofahrer zusätzlich an, dann fällt es sicher keinem auf, wenn sie auch ein Gläschen davon trinkt."

Wichtig zu wissen

Finger weg von Alkohol und Zigaretten in der Schwangerschaft. Beides kann dazu führen, dass das Kind schon im Mutterleib erkrankt und nicht richtig wächst. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts kommen jährlich 10.000 Neugeborene in Deutschland mit Alkoholschäden zur Welt.

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