Entlastung im Wochenbett

14 Tipps, wie ihr eine frischgebackene Mama wirklich unterstützt

Ihr wollt eurer Freundin oder Schwester helfen, die gerade ein Baby geboren hat, und wisst nicht recht wie? Mit diesen Tipps seid ihr auf jeden Fall auf der richtigen Seite.

Endlich ist es so weit – das Baby ist da! Doch mit der großen Freude kommen auch ganz neue Herausforderungen auf die frischgebackenen Eltern zu. Wir haben Tipps zusammengestellt, mit denen ihr die Neu-Eltern im Wochenbett und danach wirklich unterstützen könnt.

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1. Ein Putzteam engagieren

Während die Eltern zur Entbindung im Krankenhaus sind, könnte eine kleine Putzkolonne noch schnell die Wohnung sauber machen. Wie toll ist es, nach der Geburt in ein ordentliches und sauberes zu Hause zurückzukehren?!? Hierfür sollte man die werdenden Eltern natürlich vorab um Erlaubnis bitten. Und dann ist es auch ein tolles Gruppengeschenk, wenn ihr als Freunde das Geld für ein Reinigungsteam zusammenlegt.

2. Der frischgebackenen Familie Zeit für sich lassen

Natürlich will man das neugeborene Baby so schnell wie möglich sehen und besuchen. Doch wartet am besten noch ein bis zwei Wochen, damit die Familie erst mal für sich ankommen kann. Und wenn ihr dann zu Besuch kommt, limitiert ihn zeitlich. Sicher freuen sich die Eltern über Gäste, aber anfangs ist eine halbe Stunde auf jeden Fall ausreichend. Bitte nehmt das nicht persönlich, sondern versteht, dass es – vor allem für Erstlingseltern – eine große Umstellung bedeutet, sich mit dem Baby zu Hause einzuleben, sich aneinander zu gewöhnen und einen neuen Rhythmus zu finden.

3. Essen vor die Tür stellen (oder in den Gefrierschrank)

Einfach, aber sooo wirkungsvoll: ein selbst gekochtes Essen vor die Tür stellen – zum Beispiel den Klassiker (für Nicht-Vegetarier): eine nährende Hühnersuppe.

Die eigenen Grundbedürfnisse zu erfüllen, kann nach der Geburt eines Babys schon eine Herausforderung sein. Da sind garantiert alle Eltern von Herzen dankbar, wenn sie zwischendurch nicht kochen müssen, sondern ein leckeres Essen einfach reinholen und ggf. aufwärmen können. Eine wertvolle Alternative zu einem herkömmlichen Geburtsgeschenk. Ebenfalls toll: mit selbst gekochtem Essen in Portionen den Gefrierschrank befüllen – die Eltern können dann nach Bedarf auftauen.

4. Einfach fragen: "Was brauchst du jetzt?"

Simple und direkte Fragen wie "Was wünschst du dir, wie kann ich dich gerade unterstützen?" sind in dieser Zeit sehr hilfreich. Oft sind es ganz banale Dinge wie das Lieblingsbrötchen vom Bäcker nebenan oder ein wenig Me-Time beispielsweise für ein Fußbad ... Was die frischgebackene Mama wirklich braucht, findet ihr durch Fragen am besten heraus.

5. Eine Mütze voll Schlaf

Vor allem, wenn ihr dem Elternpaar sehr vertraut seid und eine enge Beziehung habt, bietet doch einfach mal an, euch zwei bis drei Stunden um das Baby zu kümmern – am besten, wenn es gerade so richtig schön satt ist. Ihr könntet es euch vielleicht auch für einen kleinen Spaziergang umschnallen und eine halbe Stunde mit ihm rausgehen. Dann können Mama und Papa mal schnell ein Nickerchen machen. Besonders in den ersten Wochen nach der Geburt ist Schlaf für die Eltern erfahrungsgemäß Magelware und daher Gold wert.

6. Mama Care-Paket

Zur Geburt will natürlich jeder dem Baby etwas schenken. Doch mitunter sind wiederverwendbare Stilleinlagen, ein schönes Baumwoll-Stilltop oder hübsche und waschbare Periodenunterwäsche ein willkommeneres (und nachhaltigeres) Geschenk als das x-te Kuscheltier oder Schnuffeltuch für den Nachwuchs. Außerdem steht so endlich mal wieder die Mama im Fokus der Aufmerksamkeit.

7. Regelmäßige Kurzbesuche, um kleine Aufgaben zu übernehmen

Das Baby kurz halten, damit Mama duschen kann, die Spülmaschine befüllen und anschalten oder die Wäsche aufhängen – kleine Handgriffe im Haushalt können für Neu-Eltern eine wertvolle Unterstützung sein, vor allem, wenn das in den ersten Woche nach der Geburt regelmäßig passiert.

Warum nicht einfach spontan durchklingeln, wenn ihr in der Nachbarschaft wohnt, und anbieten, bspw. ein Frühstück vom Bäcker oder auch etwas vom Einkaufen mitzubringen.

8. Den Kühlschrank befüllen oder Großeinkauf in der Drogerie anbieten

Frisches Obst und Gemüse besorgen, Stilltee, Zutaten für einfache Gerichte und kleine Snacks wie Müsliriegel für zwischendurch. Alles, worum sich Mama und Papa in den ersten Wochen mit Baby nicht selbst kümmern müssen, ist eine enorme Erleichterung. Und ein befüllter Kühlschrank ist ein toller Freundschaftsbeweis!

Alternativ: Großeinkauf im Drogeriemarkt. Mit Baby braucht man eine Menge Dinge, die man vorher nicht im Haus hatte, angefangen mit Windeln und Feuchttüchern. Lasst euch möglichst eine Einkaufsliste mitgeben – die Eltern wissen am besten, was sie gerade brauchen.

9. Sich um die Haustiere kümmern

Mit dem Hund spazieren gehen, das Katzenklo sauber machen – die Eltern haben jetzt ein eigenes Baby, das ganz viel Aufmerksamkeit verlangt. Wie schön, wenn sich dann mal jemand anderes ums Haustier kümmert.

10. Unterstützende Grüße schicken

"Du bist eine tolle Mutter", "Du machst einen großartigen Job", oder auch einfach nur: "Du bist wundervoll" – Grüße wie diese, egal ob auf einer Postkarte oder als Textnachricht verschickt, können den Unterschied machen. Leider sind Selbstzweifel nach der Geburt recht verbreitet, die frischgebackene Mutter muss sich schließlich erst mal wieder selbst finden und sich auch mit ihrem veränderten Körper anfreunden. Da sind kleine wertschätzende Äußerungen Balsam für die Seele. Das kann natürlich auch ein schlichtes Kompliment von Angesicht zu Angesicht sein. Ein ehrlich gemeinter Kommentar wie "Du siehst gut aus!", kann Berge versetzen, wenn man sich nach durchwachten Nächten und seit Tagen ungeduscht alles andere als ansehnlich fühlt.

11. Maternity Nurse oder Night Nanny buchen

Maternity Nurses oder Night Nannys sind häufig Hebammen oder ausgebildete Kinderkrankenschwestern. Sie betreuen Babys bei Bedarf auch über Nacht, sodass die Eltern mal eine Auszeit haben. Schon kleine Babys können oft gut – natürlich von einer vertrauenswürdigen Person und in der eigenen Wohnung – betreut werden. Das funktioniert sogar meist besser als in der Fremdelphase mit rund acht oder neun Monaten. Ein tolles Gruppengeschenk im Freundes- oder Familienkreis, wenn man – nach Absprache mit den Eltern – der frischgebackenen Familie eine Nacht ohne Baby im Zimmer finanziert (die Eltern sind die ganze Zeit in Rufweite).

12. Die Mama mit ihrem Baby fotografieren

Wetten, es gibt nicht viele Fotos von Mama und Baby, aber Hunderte von dem Baby allein? Um diese zauberhafte erste Zeit noch besser in Erinnerung zu behalten, bietet doch mal an, ein paar Fotos von der Mutter mit ihrem Baby zu schießen.

13. Paarzeit fördern – Candlelight Dinner organisieren

In den ersten Monaten (oder sogar Jahren) nach der Geburt eines Kindes kommt die Paarbeziehung der Eltern oftmals zu kurz. Schlagt doch einfach vor, dass ihr abends auf das Baby aufpasst und reserviert einen Tisch für das Paar in ihrem Lieblingsrestaurant in der Nähe.

14. Mädelsabend mit der Mama

Klar, in den ersten Wochen richtet sich alles nach dem Baby. Das ist gut so und soll auch so sein. Doch auch die Eltern haben eigene Bedürfnisse. Gerade, wenn sich das Leben mit Baby nach einigen Monaten etwas eingespielt hat, freuen sich die meisten Mamas, wenn sie mal wieder einen Mädelsabend machen und sich ungestört – auch über andere Themen als Stillen und Windelinhalt – unterhalten können. Das kann durchaus auch zu Hause in den eigenen vier Wänden sein. Hauptsache, der Partner ist dann da und kümmert sich ums Baby.

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