Richtig essen

Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft

Schlemmen für Zwei ohne sich Gedanken zu machen? Leider nicht! Fällt der Schwangerschaftstest positiv aus, gibt es für die werdende Mama in der Küche einiges zu beachten: kein Sushi, kein blutiges Steak, kein Tiramisu mehr! Lest hier, welche Lebensmittel ihr vorübergehend vom Speiseplan streichen solltet.

Kaum entpuppt sich der Schwangerschaftstest als positiv, beginnt das große Recherchieren: Sollte ich als werdende Mama auf Eis verzichten? Oder war es Mousse au Chocolat? Tiramisu auf jeden Fall, wegen der Salmonellen. Aber wie war das mit dem Käse, ist Caprese als Vorspeise noch drin?

Zugegeben, auf die ein oder andere Leckerei werdet ihr in den nächsten Monaten leider verzichten müssen. Doch die Liste sieht länger aus als sie letztendlich ist – und Vorfreude ist doch bekanntlich die schönste Freude!

Keine Speisen mit rohen Eiern

Salmonellen im rohen Ei macht ihr mit Hitze den Garaus – das Frühstücksei esst ihr also vorübergehend besser hart gekocht. Zabaione und Tiramisu haben leider ebenfalls Sendepause. Auch beim Backen bitte nicht am Teig naschen, wenn dieser mit Eiern zubereitet wird. Bei Sauce Hollandaise keine Rezepte mit frischem Eigelb nehmen – im Netz finden sich genügend Varianten, die mit hartgekochtes Eigelb zubereitet werden. 

Salat, Obst und Rohkost gründlich waschen

Damit zwar die wertvollen Vitamine, nicht aber unliebsame Krankheitserreger auf dem Teller landen, solltet ihr während der Schwangerschaft Salat, Obst und Rohkost besonders gründlich waschen. An sich harmlose Infektionen wie Toxoplasmose oder Listeriose sind für euer ungeborenes Kind gefährlich. Die Erreger kommen in Tierkot (Toxoplasmose: vor allem Katzenkot) und im Erdboden vor, von wo sie auch auf das Gemüse gelangen können.

Fleisch und Fisch

Die Regel ist einfach: Gut durchgebraten muss es sein. Rohes Fleisch solltet ihr in jeglicher Form meiden. Eine bis zwei Portionen Fisch pro Woche sind empfehlenswert – in den nächsten neun Monaten jedoch gut gegart und bitte nicht als Sushi. Roher Fisch ist sehr anfällig für Keime, weshalb ihr als werdende Mamas hier besonders gut aufpassen solltet.

Zudem ist beim Auftauen und Zubereiten von Hühnerfleisch peinliche Hygiene angesagt: Die Hände, verwendete Geräte sowie die Arbeitsplatte müssen hinterher gründlich gewaschen werden. Sonst können sich werdende Mütter mit Salmonellen infizieren; dem Baby droht dann eine Blutvergiftung. Infiziert sich die Mutter doch, kann ein Kaiserschnitt die Gefahr einer Übertragung auf das Kind erheblich senken.

Milchprodukte und Käse

Auch unpasteurisierte Rohmilch und Rohmilchkäse lasst ihr jetzt besser links liegen. Besonders in der Rinde von Weich- und Schimmelkäsen fühlen sich Listeriose-Erreger wohl. Wer auf Nummer Sicher gehen will, weicht auf Hartkäse wie Gouda, Emmentaler oder Cheddar aus. 

Übersicht: Was du in der Schwangerschaft nicht essen solltest

Damit ihr nicht jedes Mal recherchieren müsst, ob das Lebensmittel eurer Wahl in der Schwangerschaft verboten ist oder nicht, haben wir für euch eine praktische Liste vorbereitet. Einfach herunterladen, ausdrucken und im Geldbeutel verstauen. Guten Appetit!

Milch & Milchprodukte
Rohmilch
Weichkäse
fertiger Reibekäse
eingelegter Käse von der Frischetheke

Fleisch & Wurstwaren
Rohwurst
rohes Pökelfleisch
blutiges oder nicht ganz durchgebratenes Fleisch

Fisch & Fischprodukte
roher oder nicht ganz durchgegarter Fisch
rohe Meerestiere
geräucherte oder gebeizte Fischprodukte

Obst & Gemüse
abgepackte Salate
vorgeschnittenes Obst oder Früchte
unerhitzte Sprossen oder Keimlinge
ungeschältes oder ungewaschenes Obst, Gemüse oder Salat

Eierspeisen & Süßes
rohe Eier
Speisen, die rohe Eier enthalten
weich gekochte Eier
Feinkostsalate
Antipasti
Softeis
Kuchen oder andere Bäckereierzeugnisse mit nicht durchgebackener Füllung
fertige Baguettes, Sandwiches und belegte Brötchen

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